4 Sterne · Rezensionen

KIRSCHROTER SOMMER – Carina Bartsch

IMG_4645Die Geschichte

„Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben?“

Emelys Antwort darauf ist ein ganz klares „Nein!“. Doch plötzlich steht er wieder vor ihr – Elyas. Der Elyas mit den wunderschönen türkisgrünen Augen. Der Elyas, den sie in den letzten sieben Jahren erfolgreich verdrängt hat. Der Elyas, der ihr einst das Herz brach. Doch nun ist er der fade Beigeschmack davon, dass Alex, Emelys beste Freundin, nach Berlin zieht und mit Emely zusammen an die Uni geht. Denn Elyas ist nicht einfach irgendwer. Er ist Alex‘ Bruder und teilt sich ab jetzt mit ihr eine Wohnung. Emely läuft ihm also zwangsweise andauernd über den Weg, denn ob sie will oder nicht, ihre beste Freundin besteht darauf, dass Emely ihr regelmäßig Besuche abstattet. Von Anfang an zeigt sie sich Elyas gegenüber abweisend und die beiden bekommen sich immer wieder in die Haare. Doch Elyas beginnt damit, sich an Emely ranzumachen. Diese ist fest davon überzeugt, dass er sie nur ins Bett kriegen will und konzentriert sich lieber auf die E-Mails, die sie plötzlich von einem geheimnisvollen Lucas bekommt. Doch Elyas gibt nicht auf. Wird Emely ihm noch eine Chance geben?

Meine Meinung

Eigentlich war das Buch für den Sommerurlaub gedacht, aber leider hat es dann doch noch etwas länger gedauert, bis ich dieses Buch lesen konnte. Als ich dann aber endlich beginnen konnte, hat mir der Roman von Anfang an gut gefallen. Ich hatte mir viel von dem Buch versprochen, da ich schon sehr viel Positives darüber gehört habe und es immerhin als „Das E-Book-Phänomen aus Deutschland: Platz 1 bei den Liebesromanen“ angepriesen wird. Meine Erwartungen wurden auch zum Großteil erfüllt.

Ich fange mal bei den Figuren an.
Emely mochte ich am Anfang eigentlich noch ganz gerne, nach einer Weile ging sie mir allerdings etwas auf den Keks. 90% der Gespräche zwischen ihr und Elyas bestehen daraus, dass Elyas Emely anbaggert und alles dafür tut, sie von sich zu übrzeugen, Emely ihn jedoch nur beleidigt. Einerseits konnte ich sie verstehen, vor allem als ich zu dem Kapitel kam in dem die Vorgeschichte der beiden erzählt wurde. Doch nach mehreren Gesprächen zwischen ihr und Elyas habe ich einfach nicht mehr verstanden, warum sie ihm nicht mal eine Chance gibt und wieso sie so abweisend ist.
Elyas scheint am Anfang ein richtiges Arschloch zu sein, doch je weiter die Geschichte fortschreitet, desto klarer wird, dass er Emely nicht nur für eine Nacht rumkriegen will. Im Gegenteil, er tut alles, um sie von sich zu überzeugen und gibt nicht auf, obwohl sie so abweisend ist. Dabei kann er sogar richtig süß sein. (Man hörte des öfteren ein gequietschtes „Aaaah wie süß“ von mir.) Meiner Meinung nach ist Elyas gar nicht so ein Arsch, wie er von Emely dargestellt wird.
Auch Alex ist eine wichtige Person der Geschichte, immerhin stellt sie die Verbindung zwischen Emely und Elyas her. Aber hätte ich sie als beste Freundin, würde ich wahrscheinlich nach kurzer Zeit total ausrasten, denn so eine ausgeflippte und teilweise auch unverschämte Person würde mir ziemlich schnell auf die Nerven gehen.

Ein bisschen seltsam fand ich am Anfang, dass Elyas sich direkt ziemlich extrem an Emely ranmacht, denn da man noch nichts von der Vorgeschichte der beiden weiß, scheint diese Reaktion etwas zusammenhangslos, denn man hat ihre Vergangenheit nicht vor Augen und es entsteht der Eindruck, dass sie sich gar nicht kennen. Ich konnte mir zwar in etwa denken, was damals vorgefallen ist, doch ich wollte es dann doch genau wissen, weswegen ich auf diesen Teil besonders hin gefiebert habe. Aber auch sonst ließ sich das Buch wirklich gut lesen und es wurde nie langweilig. Besonders spannend waren natürlich immer die Aufeinandertreffen von Emely und Elyas. Am Anfang haben sie mich noch ein bisschen an Katy und Daemon in Obsidian erinnert. Wie gesagt, später gingen mir die Sticheleien von Emelys Seite aus zum Großteil auf die Nerven.

Eine weitere „wichtige“ Sache in der Geschichte ist Lucas, der Emely plötzlich E-Mails schreibt. Einerseits finde ich die Idee mit den E-Mails ganz gut, aber man hätte sie definitiv besser ausarbeiten können. So tauchen nur zwischendurch mal ein paar Mails auf, aber wirklich mehr ist da nicht. Außerdem finde ich die Sache mit den Mails ziemlich auffällig… Wer das Buch schon gelesen hat, weiß wahrscheinlich, was ich meine.

Ich weiß, ich habe hier sehr viele Kritikpunkte aufgelistet, aber dennoch hat mir „Kirschroter Sommer“ sehr gut gefallen. Es ist einfach und leicht zu lesen, auch wenn die Kapitel manchmal etwas lang sind. Die Idee mit der Vorgeschichte war mal etwas anderes als das typische „Ich-sehe-ihn-grad-zum-ersten-mal-aber-er-ist-so-toll“. Ich hätte mich gefreut, wenn ich mehr Zeit für das Buch gehabt hätte (jaaa, die Schule hat mal wieder dazwischen gefunkt). Aber jetzt hoffe ich, dass ich bald Zeit für „Türkisgrüner Winter“ habe, denn auch nächste Woche warten nochmal Klausuren auf mich – danach habe ich aber hoffentlich wieder mehr Zeit zum Lesen.

Trotz der Dinge, die mir nicht so ganz gefallen haben, hat mir der Roman sehr zugesagt und ich habe auf jeden Fall mitgefiebert (zum Beispiel an den „Aaaah wie süß!“-Stellen). Deswegen bekommt er von mir:

★ ★ ★ ★ von 5

Kirschroter Sommer:

512 Seiten, 9,99€ (Taschenbuch), 2,99€ (Kindle-Edition), erschienen bei rororo

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