4 Sterne · Rezensionen

SILBER: DAS DRITTE BUCH DER TRÄUME – Kerstin Gier

IMG_5230Achtung! Hierbei geht es um den letzten Teil einer Trilogie und die Rezension kann deswegen Spoiler enthalten!



Die Geschichte

In Livs Leben geht alles drunter und drüber. Gerade dachten sie, Henry und Grayson, alles wäre wieder gut und es gäbe keine Probleme mehr, was die Sache mit den Träumen angeht. Sie gehen davon aus, dass Arthur sie nun endlich in Ruhe lassen wird. Nun gut, zumindest Grayson denkt das. Allerdings nur bis zu dem Moment, in dem die Französischlehrerin Mrs Lawrence plötzlich mitten in der Kantine auf dem Tisch steht (mit einem Fuß in der Suppe) und allen Schülern frei heraus von ihren intimsten Geheimnissen berichtet. Sofort ist Liv und den beiden Jungs klar, dass es sich hierbei nur um Arthurs Werk handeln kann. Er scheint es doch noch auf sie abgesehen zu haben und seine Methoden sind gefährlicher als je zuvor.

Als wäre das nicht genug, kommt auch noch die geplante Hochzeit von Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest hinzu. An sich würde diese ja gar kein Problem darstellen, doch dummerweise muss das Bocker (Ernests Mutter) immer alles besser wissen und so engagiert sie gegen den Willen des Brautpaares einen Hochzeitsplaner. Dass das nicht gut gehen kann, ist Liv von vorneherein klar und wie vermutet endet schon das erste Treffen mit Hochzeitsplaner Pascal im reinen Chaos.

Und zu guter Letzt ist dann da noch die Sache mit Henry. Der freut sich nämlich, das Haus in den Frühjahrsferien für sich zu haben und somit endlich mit Liv alleine sein zu können. Jedoch weiß er nicht, dass ihr vermeintlicher Exfreund Rasmus, den sie erfunden hat, in Wirklichkeit gar kein verzogener Typ, sondern ein Chow-Chow ist, auf den Liv früher beim Hundesitten aufgepasst hat.

Mit anderen Worten: Das Chaos ist perfekt.

Meine Meinung

Sind wir mal ehrlich. Wir haben doch alle sehnsüchtig auf dieses Buch gewartet. Immerhin ist es das Finale der wundervollen „Silber-Trilogie“ von Kerstin Gier. Als ich es endlich in den Händen hielt, musste ich natürlich sofort anfangen zu lesen. An dieser Stelle noch einmal ein großer Dank an das myBook Team, welches mir das Buch zur Verfügung gestellt hat und natürlich auch vielen Dank dafür, dass ich es für euren Blog rezensieren darf! Ich war sofort wieder in der Geschichte drin, auch wenn manche Details irgendwie in der langen Zeit zwischen den Büchern verloren gegangen waren, aber das Internet konnte mir da zum Glück schnell weiterhelfen. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es sehr angenehm ist, dass nicht nochmal alles wiederholt wird, wenn man die Bücher direkt hintereinander weg liest.

Die Geschichte ist genau wie in den beiden Bänden vorher super erzählt, sie ist nicht nur spannend, sondern auch total lustig. Vor allem die Situationskomik, die Kerstin Gier immer findet, bringt mich jedes Mal zum lachen. Der Schreibstil ist einfach wie immer wunderbar und man könnte (wenn es denn die Zeit zuließe) das Buch auch in einem Rutsch durchlesen, ohne irgendwann nicht mehr mitzukommen. Der Tittle-Tattle-Blog lockert die Geschichte an den richtigen Stellen noch mehr auf und über Secrecys Beiträge habe ich mich immer besonders gefreut, denn wer mag bitte keinen Klatsch und Tratsch?

Auch die Figuren haben mir wieder sehr gut gefallen. Liv ist eine tolle Hauptperson und meiner Meinung nach nicht die typische Klischee-Protagonistin. Henry war mir in Band 1 und 2 immer etwas unsympathisch, was in diesem Band aber gar nicht mehr der Fall war. Grayson ist noch immer genauso „treudoof“ wie vorher und einfach ein toller großer Bruder (obwohl er ja eigentlich gar nicht Livs richtiger Bruder ist). Aber auch alle anderen Personen sind toll dargestellt, sei es Livs kleine Schwester Mia, die sich auf die Spur von Secrecy macht, Lottie, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun scheint als zu backen oder Florence, die ihren zukünftigen Stiefschwestern stets ihre Abneigung deutlich macht, die beiden im Grunde genommen aber ganz gerne zu mögen scheint. All diese Charaktere zusammen ergeben vor allem im Familienleben im Hause Spencer das reine Chaos (vor allem natürlich, wenn auch das Bocker anwesend ist) und genau dieses Chaos macht das Buch viel lebendiger. In einer Szene bezeichnet Liv das Geschehen im Wohnzimmer als Schauspiel, bei dem einige Schauspieler einen riesigen Auftritt haben und andere komplett ohne Text auf der Bühne sitzen. Genau das sind solche Szenen, aus denen die Situationskomik ensteht, die Kerstin Giers Werke einfach unvergleichlich macht.

Wenn ich mich richtig erinnere, fanden die beiden Vorgänger etwas weniger in der Traumwelt statt als dieser Band. Es kann auch sein, dass ich mich täusche und es mir nur so vorkommt. Auf jeden Fall war das Verhältnis von Traumwelt und Realität gut abgewägt, zumindest zum Großteil. Ein bisschen mehr Realität an manchen Stellen wäre meiner Meinung nach passend gewesen.

Zur Aufmachung des Buches gibt es wirklich kaum noch etwas zu sagen, außer, dass sie fantastisch ist. Der Schutzumschlag ist wunderschön, vor allem hebt er sich durch die Spiegelung etwas von den Umschlägen der beiden anderen Bände ab. Aber auch ohne Schutzumschlag sieht das Buch noch total toll aus. Eigentlich ist es viel zu schade, das Cover darunter so zu verstecken. Auch innen ist die Aufmachung toll, an den Kapitelanfängen sind Ranken gezeichnet und der Tittle-Tattle-Blog hebt sich vom Rest des Buches ab.

Wer die ersten beiden Bände der Trilogie schon gelesen hat, sollte sich auf jeden Fall auch noch den dritten gönnen. Wer sie noch nicht gelesen hat, sollte das definitiv nachholen. Auf meinem eigenen Blog bewerte ich immer mit Sternen, 5 Sterne sind die beste Bewertung.

Silber – Das dritte Buch der Träume bekommt von mir

★★ ★ ★  ½ von 5

 

 

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