3 Sterne · Rezensionen

GEGEN DAS GLÜCK HAT DAS SCHICKSAL KEINE CHANCE – Estelle Laure

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Ja, will ich rufen: Mein Vater ist verrückt, meine Mutter hat uns sitzenlassen, meine beste Freundin redet nicht mehr mit mir, und ich bin rettungslos-für-alle-Zeiten-unheilbar verliebt in einen Jungen, den ich nicht haben kann. Mach weiter so, Welt, immer drauf. Ich will endlich frei sein.“
– Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance: S. 130

Die Geschichte:

In Lucilles Leben ist nichts so, wie es sein sollte. Statt friedlich mit ihrer Familie in einem schönen Haus zu wohnen, wo ihre Freunde sie regelmäßig besuchen können, ist sie mit ihrer Schwester Wren allein. Ihre Eltern sind weg – ihr Vater ist verrückt und ihre Mutter ist einfach abgehauen. Das Haus ist kaputt und an vielen Stellen gäbe es etwas zu tun. Lu muss sich allein um ihre Schwester kümmern und bis spät abends arbeiten gehen, um sich über Wasser halten zu können. Ständig besteht die Sorge, dass jemand etwas herausfindet und die Schwestern getrennt werden. Darum ist die einzige Person, der die 17-jährige sich anvertraut, ihre beste Freundin Eden. Doch da ist noch ein Problem. Edens Zwillingsbruder Digby, in den Lucille schon seit einer ganzen Weile verliebt ist. Er könnte ein Lichtblick für Lu sein – wäre da nicht seine Freundin. Doch so machen ihre Gefühle für ihn alles nur noch komplizierter…

Meine Meinung:

Zunächst muss ich mich ganz herzlich beim Fischer-Verlag bedanken, der mir diesen Roman als Rezensionexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine Ausgabe ist ein Leseexemplar, darum ist es ein Taschenbuch. Im Laden wird es allerdings als Hardcover zu kaufen sein.

Am Anfang fand ich die Geschichte ein wenig verwirrend, da man nicht direkt am Anfang erfährt, was mit Lucilles und Wrens Eltern passiert ist. Auch im Laufe des Romans gab es immer wieder einige Dinge, die nicht ganz verständlich waren. Manche Szenen wirkten meiner Meinung nach ein bisschen wie eine Fiktion oder ein Traum und nicht wie die Realität, was sie letztendlich aber waren. Auch dadurch, dass manche Handlungen sehr gehetzt wirkten, war einiges für mich nicht sofort verständlich.
Der Schreibtstil hat mir an sich ganz gut gefallen, doch manchmal war er etwas abgehackt, wodurch der gehetzte Eindruck entstand.

Das Buch hat sehr interessante Personen.
Lucille, bzw. Lu war mir die meiste Zeit relativ sympathisch, nur manchmal konnte ich ihre Handlungen nicht ganz nachvollziehen. Einerseits war es für mich natürlich verständlich, dass sie manchmal sehr durcheinander ist, da sie komplett auf sich allein gestellt ist und sich um ihre Schwester kümmern muss. Aber andererseits kam es mir manchmal so vor, als hätte die Autorin Lus Charakter plötzlich neu überarbeitet und dann einfach so weiter gemacht. Trotzdem mochte ich Lu die meiste Zeit über.
Lus beste Freundin Eden konnte ich am Anfang nicht so ganz einordnen, freundete mich dann aber doch mit ihr an. Doch leider wurde sie dann ein bisschen „auf Seite geschoben“, weil sie Streit mit Lucille hatte. Das fand ich ziemlich schade, habe mich dann aber trotzdem damit abgefunden.
Digby ist Edens Zwillingsbruder und ich fand ihn sehr sympathisch und habe ihn direkt ins Herz geschlossen.
Am meisten mochte ich Wren, auch Wrenny genannt. Sie ist richtig süß, aber für ihre neun Jahre auch schon ziemlich erwachsen. Am liebsten schaut sie Kochsendungen und ist dadurch auch sehr begabt, was das Kochen angeht. Allerdings finde ich es schade, dass sie erst gegen Ende anfängt, selber zu kochen.

Trotz der genannten Kritikpunkte hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Ich habe mir sehr viele Stellen und Zitate markiert, die mir gefallen haben. An sich ist die Geschichte wirklich schön und das Buch lässt sich sehr schnell und einfach lesen. Außerdem war es bei mir so, dass es die meiste Zeit ein richtiger Pageturner war.
Das Ende hat mich leider etwas enttäuscht, denn für meinen Geschmack blieb da ein bisschen zu viel offen und ich dachte, dass da jetzt noch was kommt, aber plötzlich war ich schon bei der Danksagung angekommen.
Außerdem finde ich, dass der Klappentext nicht so ganz zum Inhalt des Buches passt.

Fazit:

Alles in allem hat mir der Roman wirklich gut gefallen, auch wenn manche Szenen wie gesagt sehr gehetzt wirkten und die Sätze manchmal abgehackt waren. Auch die Figuren hätte man vielleicht noch etwas besser ausarbeiten können, aber trotzdem waren sie mir sympathisch. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, doch da mir am Ende dann doch etwas gefehlt hab, muss ich ihm leider einen halben Stern abziehen. Daher erhält „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ von mir

½ von 5

Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance:
250 Seiten, 14,99 (Gebundene Ausgabe), 12,99€ (E-Book), erschienen bei FISCHER KJB

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8 Kommentare zu „GEGEN DAS GLÜCK HAT DAS SCHICKSAL KEINE CHANCE – Estelle Laure

  1. Schade, dass es dich nicht vollständig überzeugen konnte! Ich glaube, ich werde es jetzt auf meine Wunschliste hinzufügen :). Übrigens hast du ein richtig gutes Zitat ausgesucht!
    LG Anjuli

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