Interview

Interview mit dem Flyfiction Fantasy Verlag

Kennt ihr schon den Flyfiction Fantasy Verlag? Nein? Dann solltet ihr unbedingt einmal dort vorbeischauen! Ich habe ein Interview mit dem Verlag gemacht und ein paar Dinge erkundschaftet, die viele sicher sehr interessant finden! Viel Spaß damit, und schaut mal bei dem Verlag vorbei – vor allem für Fantasy Fans gibt es da sicher viel Interessantes zu entdecken. 🙂

  1. Als erstes stellt sich natürlich die grundlegende Frage: Woher kam die Idee, einen eigenen Verlag zu gründen, bzw. was war der Auslöser / die Grundlage?

Dass jemand einen kleinen Verlag gründet, ist gar nicht so selten. In dem Sinne kam uns die Idee von anderen Kleinverlagen oder besser gesagt Mini-Verlagen, die teilweise durchaus erfolgreich sind. Die Idee dabei war, unsere eigenen Büchern und auch den Büchern anderer Autoren eine Plattform zu geben.

  1. Ich stelle es mir nicht ganz so einfach vor, einen Verlag aufzubauen. Wie sahen die ersten Schritte aus?

Die ersten Schritte sind eigentlich simpel. Man geht zum Gewerbe- und Finanzamt und gründet durch das Ausfüllen einiger Formulare einen Verlag. Das war dann in der Theorie der erste Schritt. Der zweite Schritt – den wir eigentlich vor dem ersten gemacht haben – ist das Aufbauen einer schönen Website und das Veröffentlichen unserer Bücher bei Amazon. Das alles ist im Grunde relativ leicht. Schwerer ist das Marketing, also das eigentliche Verkaufen der Bücher.

  1. Warum sollte gerade Fantasy der Schwerpunkt im Verlag werden?

Weil Fantasy unsere Leidenschaft ist oder besser gesagt war. Heute sind wir auch offen für andere Genres. Insgesamt haben wir über Fantasy aber das meiste Wissen. Das sieht man auch an den vielen Infos zur Fantasy auf der Verlagswebsite.

  1. Nun möchte ich natürlich wissen, wer sich alles hinter der Arbeit im Flyfiction Fantasy Verlag versteckt. Wer sind also die Mitarbeiter bzw. Beteiligten im Verlag?

Die Mitarbeiter des Verlags sind derzeit zugleich die Autoren, das Geschwisterpaar Falter. Dazu kommt eine Freundin oder gelegentlich ein freier Mitarbeiter für ein paar Aufgaben. Ursprünglich war geplant, noch mehr Bücher fremder Autoren aufzunehmen, aber dafür hatten wir keine Zeit.

  1. Kann man reich werden, wenn man einen Verlag führt oder muss man nebenher noch arbeiten? Wenn ja, was machst du / macht ihr beruflich?

Man kann, aber das schaffen nur wenige und wir gehören nicht dazu. Reich werden ist auch ein so hoch gestecktes Ziel. Wir und viele andere kleine Verlage wären schon glücklich, wenn die Einnahmen einfach nur solide sind. Wobei man sagen muss, dass ich und die anderen die Verlagsarbeit nur nebenher machen. Hauptberuflich bin ich freie Lektorin und davon kann ich wirklich leben.

  1. Sicher ist es auch manchmal nicht leicht, die richtigen Autoren für den Verlag zu finden. Wie sieht da die Suche nach jemand geeignetem, bzw. die Auswahl aus?

Derzeit versuchen wir es mit einem Literaturwettbewerb: http://www.flyfiction-fantasy-verlag.de/wettbewerb.html.

  1. Was muss ich tun, wenn ich bei euch ein Buch veröffentlichen möchte?

Du musst dein Manuskript einsenden (Leseprobe, Autorenvita, Exposé) – derzeit am besten für den Literaturwettbewerb – und dann hoffen, dass uns dein Werk gefällt und wir es veröffentlichen wollen. Idealerweise ist dein Werk zugleich hochwertig geschrieben und der Stoff markttauglich.

  1. Es gibt den Verlag ja nun seit vier Jahren. Was war bisher der größte Erfolg?´

Unsere Reihe „Éttenna – Mobbing an einer Magier-Schule“ verkauft sich bisher am besten.

  1. Ein interessantes Thema ist sicher auch, wer beim Verkauf eines Buches wie viel Anteil bekommt. Wie viel bekommt denn letztendlich der Verlag, wie viel der Autor und so weiter?

Das variiert je nach Vertriebsweg. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Buchhandel einen großen Anteil will, etwa 30 bis 50 %. Teilweise muss man noch die Umsatzsteuer von 7 oder 19 % für den Staat abziehen. Beim Druckbuch kommen noch Druckkosten hinzu, wo die Stückpreise gerade bei kleinen Auflagen oder im BoD-Bereich relativ hoch sind, wobei auch das je nach Druckerei stark variiert. Im Allgemeinen gelten beim Druckbuch 5 bis 8 % vom Ladenpreis für den Autor als Maßstab. Je nach Vertriebsweg bekommt der Verlag aber auch nicht viel mehr. Besonders gut steht der Verlag da, wenn er direkt über die eigene Website Bücher verkauft, aber die meisten kaufen lieber bei Amazon oder im Buchhandel.

  1. Welches Ziel möchtet ihr unbedingt erreichen?

Wir möchten endlich einen richtigen Bestseller landen. Jedenfalls wären wir froh, wenn wir von der Verlagsarbeit bzw. von dem Bücherverkauf leben können.

Advertisements

4 Kommentare zu „Interview mit dem Flyfiction Fantasy Verlag

  1. Wirklich interessantes Interview 🙂 Es scheint, dass nicht wir Autoren es schwierig haben, sondern auch die Verlage. Ein hart umkämpfter Markt, doch mit viel Leidenschaft und Herz kann man viel erreichen ❤

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s