2 Sterne · Rezensionen

KRIEG DER STERNZEICHEN: DIE LIEBE DES SKORPIONS – Tasia Falter

IMG_6144Es hieß, dass eine Partnerschaft zwischen einem Skorpion und einem Schützen nicht funktionieren konnte. Dem Skorpion war Treue sehr wichtig. Er wurde schnell eifersüchtig. Dem Schützen dagegen bedeutete seine Freiheit viel und er war nicht so sehr auf einen einzigen Menschen fixiert. Invidia hatte gesagt, wo das hinführte. Arcus würde eines Tages fremdgehen.

– Krieg der Sternzeichen, Die Liebe des Skorpions: S. 37

Die Geschichte:

Scora ist von Sternzeichen Skorpion. Doch in ihrer Welt sind Skorpione das meist gehasste Sternzeichen. Ihnen werden viele Verbote auferlegt und auch sonst scheinen sie dauerhaft schikaniert zu werden, vor allem von den Schützen, die in ihrem Bezirk herrschen. So kommt es, dass Skorpione und Schützen nicht gut aufeinander zu sprechen sind.
Genau in dieser Zeit verliebt sich Scora in Arcus. Doch Arcus ist vom Sternzeichen Schütze und die aktuellen Spannungen sind in dieser Konstellation nicht das einzige Problem. Denn die alten Prophezeiungen über die verschiedenen Charaktere der Sternzeichen besagen, dass Schützen das Thema Beziehung eher locker nehmen, Skorpione hingegen wollen sich binden und sind sehr eifersüchtig. So stellen sich alle, sogar Scoras beste Freundin, einer Annäherung der beiden in den Weg. Scora fühlt sich allein gelassen und weiß nicht, was sie tun soll. Denn auch die Situation für die anderen Skorpione verschärft sich zusehends…

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich vom Flyfiction Fantasy Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank noch einmal! Ich habe dem Verlag vor kurzem auch ein wenig auf den Zahn gefühlt. Das Interview findet ihr hier. *klick*

Die Grundidee des Buches finde ich echt gut, die Einteilung der verschiedenen Sternzeichen auf einzelne Orte hat etwas von einer Dystopie, wie ich finde. Aber das Ganze hat bei mir auch einige Fragen aufgeworfen. So wurde zum Beispiel (soweit ich das gelesen habe) nicht gesagt, wie das überhaupt funktioniert mit den Sternzeichen. Ich meine, was ist, wenn zwei Skorpione jetzt ein Kind kriegen, das aber im März geboren wird, also Fisch ist? Muss das dann direkt auf einen anderen Kontinent abgeschoben werden? Oder geht das gar nicht und die Angehörigen des jeweiligen Sternzeichens können nur Kinder mit dem gleichen Sternzeichen bekommen…? Das habe ich tatsächlich nicht so ganz durchschaut. Ich hoffe, ich habe es nicht aus Versehen einfach überlesen.
Die Umsetzung der Story fand ich in Ordnung. An sich war sie gut, nur einige Dinge waren wirklich… sehr seltsam. (Für die, die das Buch gelesen haben: Die Sachen in der Schule?!) Nun gut, zwischendurch hatte ich dadurch einige Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte rein zu finden. Aber vor allem gegen Ende hat mir die ganze Sache immer besser gefallen.

Die Figuren waren mir leider zum Großteil ziemlich unsympathisch, denn die meisten waren sehr negativ und unfreundlich…
Die Protagonistin Scora hat so manche Eigenheit und ich konnte sie und ihr Handeln oft überhaupt nicht nachvollziehen. Einmal regt sie sich zum Beispiel total auf, weil ihre beste Freundin neben jemand anderem sitzt. Das war so eine Situation, die ich nicht verstanden habe. Als wäre das so schrecklich, wenn man mal nicht nebeneinander sitzt. Auch im Umgang mit Arcus konnte ich sie meistens überhaupt nicht nachvollziehen.
Scoras beste Freundin fand ich am Anfang noch ok, später wurde sie mir aber ebenfalls immer unsympathischer.
Arcus war zusammen mit Scoras Vater eine der Personen, die ich mochte. Auch wenn der Vater mir noch um einiges sympathischer war, denn manchmal war mir auch Arcus ein bisschen suspekt.

Der Schreibstil hat mir an sich gut gefallen, aber meiner Meinung nach ist es sehr verwirrend, dass Scora eigentlich nie namentlich genannt wird, sondern immer überall nur „sie“ steht. Wenn die Protagonistin sich in Interaktion mit anderen weiblichen Figuren befindet, verliert man da schnell den Überblick.

Einen großen Kritikpunkt habe ich jetzt noch. Und das war die Sache, die mich mit Abstand am aller aller meisten gestört hat. Denn es waren unglaublich viele Rechtschreib- und Grammatikfehler in dem Buch zu finden. Das hätte man vorher auf jeden Fall besser prüfen müssen. Teilweise fehlen sogar Wörter, sodass manche Sätze einfach keinen Sinn mehr ergeben. Mich stören Fehler in Büchern immer ziemlich, weswegen ich dafür auch leider ordentlich Punkte abziehen muss. Sogar im Klappentext befindet sich ein Fehler. Bei der nächsten Auflage sollte das vorher auf jeden Fall überarbeitet werden.

Fazit:

Ich glaube, das Buch war nicht so ganz mein Thema, es hat mir aber trotzdem ganz ok gefallen. Gestört haben mich die teilweise sehr sprunghaften Charaktere, die ich oft nicht nachvollziehen konnte und die vielen Fehler im Text. Da meiner Meinung nach einige Sachen in dieser Geschichte noch einmal aufgearbeitet werden müssten, bekommt „Krieg der Sternzeichen: die Liebe des Skorpions“ von mir

½ von 5

Krieg der Sternzeichen: Die Liebe des Skorpions

278 Seiten, 14,90€ (Taschenbuch), 3,99€ (E-Book), erschienen im Flyfiction Fantasy Verlag

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