4 Sterne · Rezensionen

RENDEZVOUS IN PARIS – Stephanie Perkins

IMG_5794Wie kann es sein, dass mein Schwarm – in den ich seit drei Jahren verknallt bin – in mich verknallt ist? So was passiert im echten Leben nicht.
– Rendezvous in Paris: S. 83

Die Geschichte:

Tatsächlich ist Isla schon seit drei Jahren in Josh verliebt. Die beiden besuchen die gleiche Schule in Paris und zufälligerweise wohnen sie auch in New York relativ nah beieinander. So kommt es, dass Isla – total zugedröhnt mit Schmerzmitteln (blöde Weisheitszahn-OP!) – eines Abends plötzlich in einem Pub auf Josh trifft. Da sie nicht ganz geradeaus denken kann, beschließt sie, ein Gespräch mit ihm zu beginnen.
Als die beiden in der Schule wieder aufeinander treffen, kann Isla ihr Glück kaum fassen, denn Josh zeigt doch tatsächlich Interesse an ihr! Alles scheint perfekt als sie sich immer näher kommen.
Doch auf ihrem Weg zum Happy End erwarten sie mehr Hindernisse als Isla gedacht hätte. So kommt eins zum anderen und Isla hat das Gefühl, diese Hürden, die auch Joshs Rauswurf aus der Schule und somit eine große räumliche Trennung beinhalten, nicht überwinden zu können. Plötzlich ist sie sich nicht mehr sicher, ob die Beziehung mit Josh wirklich das Richtige ist – dabei hat sie doch jahrelang davon geträumt. Doch irgendwie ist vieles nicht so, wie sie es sich erhofft hatte.
Werden die beiden den Problemen, die sie erwarten, trotzen können? Oder wird Islas Traum von einer romantischen Beziehung mit Josh wie eine Seifenblase zerplatzen?

Meine Meinung:

Uff, gar nicht so einfach, mich jetzt nochmal an alles zu erinnern, da ich das Buch bereits vor fast einem Monat gelesen habe. Aber gut, ich gebe mein Bestes, immerhin habe ich mir beim lesen ein paar Notizen gemacht.

Also als erstes mal: ich muss mal wieder ein „sooooo süß“ loswerden, denn das ist diese Geschichte wirklich. Allerdings nicht immer! Denn was ich wirklich gut fand, und was diesen Roman auch von sooo vielen anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass die beiden Protagonisten nicht nur verliebt sind und dann am Ende irgendwann zusammen kommen, sondern dass das vermeintliche „Happy End“ schon relativ früh ist. Und da geht die Story erst richtig los. Denn es ist eben nicht immer alles toll, wenn man dann erst mal zusammen ist, sondern es gibt viele verschiedene Dinge, mit denen man sich in einer Beziehung rumschlagen muss, über die man vorher vielleicht nicht nachgedacht hat. In diesem Fall ist das eben, dass Josh plötzlich von der Schule geworfen wird und Isla alleine in Paris zurücklässt. Und das ist definitiv NICHT in einem Happy End vorgesehen. Oder habt ihr schon mal am Ende eines Buches, wenn die Personen endlich zusammen sind, gedacht: „Oh, bestimmt wird es nicht lange dauern und die beiden werden durch mehrere tausend Kilometer getrennt sein und kaum eine Kontaktmöglichkeit haben“? Ich denke, dass das bei den meisten von euch nicht der Fall ist. 😀 Also kurz gesagt: Die Geschichte ist teilweise echt süß, aber als Josh von der Schule fliegt, ist das einfach unglaublich traurig – mal wieder ein Buch, bei dem es mit den Gefühlen auf und ab geht…

So, kommen wir mal zu den Personen, angefangen mit Isla, der Protagonistin. Ich fand sie weitestgehend eine sehr angenehme Protagonistin, konnte sie meist gut nachvollziehen und sie war mir sympathisch und hat mich nur selten mit irgendwelchen unverständlichen Aktionen genervt. Außerdem mochte ich sie besonders, weil sie auch total gerne Bücher liest.

Josh deutet auf das Regal. „Du liest ganz schön viel.“
„Das ist sicherer, als echte Abenteuer zu erleben.“
– S. 73

Dann ist da natürlich Josh. Hach ja. (In meinen Notizen steht zu Josh eigentlich nichts außer einem Herzchen, aber ich werde euch trotzdem noch ein bisschen mehr zu ihm sagen :D) Ich mochte ihn von Anfang an, er ist eher zurückgezogen und nicht der typische Bad-Boy wie die meisten Typen in Büchern. Aber natürlich hat auch Josh eine Hintergrundgeschichte, die einen mitnimmt, wenn man davon hört. Also ich finde, er ist ein toller Protagonist, von denen es ruhig mehr geben könnte.
Islas bester Freund Kurt war mir an manchen Stellen etwas unsympathisch, er hat oft wenig Verständnis, was ich ein bisschen schade fand, denn in einer echten Freundschaft sollte man wenigsten versuchen, dem anderen sein Glück zu gönnen, was bei ihm oft nicht der Fall ist.
Islas Mutter fand ich ebenfalls toll, sie ist sehr verständnisvoll und hält zu ihrer Tochter (der Vater auch, aber der kam nicht wirklich oft vor). Genauso sind auch ihre Schwestern ok, wobei ich Hattie im Gegensatz zu Gen am Anfang nicht wirklich mochte und sie mir erst gegen Ende richtig sympathisch wurde.
Super fand ich natürlich auch, dass auch die Personen aus den beiden vorherigen Büchern wieder vorkamen – man trifft doch immer gern auf alte Bekannte! 😀

Fazit:

Wie vermutlich bereits deutlich geworden ist, ist dieses Buch voller Emotionen. Doch durch dieses Auf und Ab und die liebenswürdigen Protagonisten lässt sich der Roman wirklich wundervoll lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Vor allem empfehlen kann ich den Roman natürlich denen, die vorher schon die beiden Vorgänger „Herzklopfen auf Französisch“ und „Schmetterlinge im Gepäck“ gelesen haben. Aber auch für alle Fans von Paris ist das hier sicher richtig. Rendezvous in Paris bekommt von mir

½ von 5

Rendezvous in Paris:

448 Seiten, 8,99€ (Taschenbuch), 7,99€ (E-Book), erschienen bei cbj

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