3 Sterne · Rezensionen

GROßE ÄRSCHE AUF KLEINEN STÜHLEN – Benni-Mama

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Jetzt würde ich eine berufstätige Mutter sein, dachte ich. […] Ich wollte endlich wieder ernst genommen werden. Ich wollte wieder sichtbar sein. Doch als ich am ersten Tag mit Ben im Kindergarten auftauchte, fasste mich die resolute Erzieherin Petra am Arm und sagte: »Ah, du bist also Benni-Mama. Kannste Nudelsalat machen? Der fehlt nämlich noch beim großen Bastelbasar nächste Woche.« Seitdem bin ich Benni-Mama. Noch nicht einmal für einen korrekten Genitiv hat es gereicht.
– Große Ärsche auf kleinen Stühlen: S. 16

Die Geschichte:

Nachdem sie nun ein Jahr Vollzeitmama war, will Bens Mama endlich wieder arbeiten. Darum will sie Ben in den Kindergarten schicken – und da beginnen schon die Probleme. Hätte sie doch nur auf ihre Freundinnen gehört und schon vor Bens Geburt angefangen, sich einen Kita-Platz zu suchen. Ganz knapp schafft sie es, noch ein Plätzchen in einer Kita zu ergattern. Doch dort heißt es: Mithilfe bei Sommerfesten, Wandertagen, Putzdiensten, Kinderbetreuung und allem möglichen, was in einem Kindergarten sonst noch so anfällt.
Doch schon bald merkt „Benni-Mama“, wie sie ab jetzt nur noch genannt wird, dass es eine Sache gibt, die viel schlimmer ist als all diese Dinge zusammen: Die Eltern der anderen Kinder. Von iDad, der es nicht schafft, endlich mal die Internetseite der „Wilden Schlümpfe“ fertigzustellen, über Theo-Mama, die im Business-Kostüm zu sämtlichen Events erscheint, bis hin zu Bio-Bärbel, die an jedem Elternabend versucht, das Ernährungskonzept des Kindergartens komplett umzustellen. Mit all jenen muss Benni-Mama sich ab nun herumschlagen. Und das nicht nur an den Elternabenden, wo sowohl Mütter als auch Väter auf viel zu kleinen Stühlen in einer Runde sitzen und sich über sämtliche Themen unterhalten, die für die Kinder vermutlich total irrelevant sind…

Meine Meinung:

So, nachdem ich erst Band 3 und Band 2 gelesen habe, dachte ich mir, ich mache mich nun auch mal an den ersten Teil der Reihe. Allerdings habe ich es nicht gelesen, sondern mir das Hörbuch von meiner Mama geschnappt. Es hat mir eigentlich ganz gut gefallen, sollte aber noch mal ein weiterer Band erscheinen, werde ich den lieber wieder lesen als mir anhören. Wobei ich sagen muss, dass ich Mirja Boes als Sprecherin einfach toll finde.

Auch dieses Buch ist wieder total lustig. Allerdings hat es nicht ganz so eine „Story“ wie zum Beispiel der zweite Band, „Kleine Scheißer in großen Gärten“. Ich fand, es waren zwischenzeitlich eher einzelne zusammengesammelte Teile aus dem Kindergartenalltag. Es geht um verschiedenste Dinge: Die Ernährung der Kinder, Kinderkrankheiten, (sehr spezielle) Wandertage und Kindergeburtstage. Und alle sind sie wieder sehr humorvoll beschrieben und sorgen für den ein oder anderen Lacher. Meiner Meinung nach waren aber leider nicht ganz so große Knaller vorhanden wie in den Folgebänden – vielleicht kommt mir das aber auch einfach nur so vor, da ich es gehören und nicht gelesen habe.

Auf jeden Fall sind auch hier die Personen wieder echt schön ausgearbeitet. Jede (Neben-)Figur hat ihren eigenen Charakter und zeichnet sich durch irgendetwas besonders aus. Bio-Bärbel zum Beispiel ist immer darauf bedacht, alles möglichst natürlich zu halten und hätte am liebsten ein Gemüsebeet und einen Streichelzoo für den Kindergarten. Sie hat mir auch mit am besten gefallen, denn es ist einfach total lustig, wie sie immer wieder versucht, das komplette Ernährungskonzept der Kita umzukrempeln.
Dadurch, dass ich mir nun den ersten Teil als letztes zu Gemüte geführt habe, muss ich allerdings sagen, dass ich Hannah und Pupsi irgendwie vermisst habe. Die Storys, in denen es nicht einfach nur um ein Kind geht, sondern direkt um zwei, von denen immer mindestens eines dauerhaft Mist baut, und einen Hund, bei dem immer wieder in den entscheidenden Momenten Magenprobleme auftreten, sind einfach noch viel amüsanter.

Fazit:

Auch bei diesem Buch kann ich sagen, dass es wieder witzig war, aber die Nachfolger haben mir doch besser gefallen. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass ich es gehört und nicht gelesen habe, das weiß ich jetzt nicht genau. Wer aber gerne solche Geschichten liest, ist hiermit auf jeden Fall gut bedient. „Große Ärsche auf kleinen Stühlen“ bekommt daher von mir

von 5

Große Ärsche auf kleinen Stühlen:
240 Seiten, 8,99€ (Taschenbuch), 8,99€ (E-Book), erschienen bei FISCHER Taschenbuch

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2 Kommentare zu „GROßE ÄRSCHE AUF KLEINEN STÜHLEN – Benni-Mama

  1. Mit diesem Titel hast du bestimmt auch bald merkwürdige Suchanfragentreffer. 🙂
    Ich mochte das Buch ganz gern. Mit deiner Rezi hast du mich neugierig auf die Folgebände gemacht.

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