3 Sterne · Rezensionen

[Rezension] Maybe not – Colleen Hoover

Maybe not5„Morgen, Bridgette“, sage ich mit einem triumphierenden Lächeln. „Gut geschlafen?“
Sie bemerkt den Ausdruck auf meinem Gesicht und verdreht die Augen. „Fick dich, Warren.“
-S. 71

die-geschichteWarren kann es nicht glauben: Seine Mitbewohner Brennan und Ridge lassen doch tatsächlich ein Mädchen in die WG einziehen. Zunächst ist Warren nicht begeistert, doch Bridgette ist sehr attraktiv und hat eine sehr anziehende Wirkung auf Warren. Doch ebenso ist sie extrem abweisend und kaltherzig ihm gegenüber. Aber Warren merkt schnell, dass sie sich ebenfalls zu ihm hingezogen fühlt. Eine brodelnde Leidenschaft entwickelt sich zwischen den beiden, und plötzlich ist Warren sich nicht mehr sicher, ob er Bridgette trotzdem weiterhin hasst, oder ob sich hinter seinen Gefühlen vielleicht mehr verbirgt…

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meine-meinungSchon vor einer ganzen Weile habe ich „Maybe Someday“ gelesen, welches mein erstes Colleen Hoover Buch war, und es hat mir damals richtig gut gefallen. Nun ist das Spin-Off „Maybe Not“ erschienen. Hier geht es nicht um Sydney und Ridge, wie in „Maybe Someday“, sondern um deren Mitbewohner Warren und Bridgette. Vielen Dank noch einmal an den dtv-Verlag, der mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat!

Über die Story
Gut, die Geschichte ist jetzt nicht besonders speziell. Warren wohnt mit Ridge und Brennan in einer WG und eines Tages zieht Bridgette ein. Er findet sie heiß, aber sie ist abweisend und kalt zu ihm. Die beiden haben sich in den Haaren und landen trotzdem irgendwann im Bett. Kommt uns bekannt vor, oder? Trotzdem irgendwie mal anders, weil hier nicht der Typ, sondern das Mädchen die mysteriöse Person mit der Hintergrundgeschichte ist.
Da es ein Spin-Off ist, ist das Buch nicht sehr lang, es hat nur knapp 140 Seiten, wodurch man hier natürlich keine tiefgreifende und sonderlich ausgereifte Story erwarten kann. Das ist zwar ziemlich schade, denn ich hätte gerne mehr erfahren, aber nun ja, es ist halt keine eigenständige Geschichte, sondern soll einfach nur kurzgefasst aufzeigen, wie Warren und Bridgette sich kennengelernt haben und wie die ganze Sache zwischen ihnen verlaufen ist, da dies in „Maybe Someday“ nicht beantwortet wird.

Der SchreibstilMaybe not3
Hach ja, wie soll er schon sein? Colleen Hoover halt. Auch diesmal konnte mich ihr
flüssiger Schreibstil mitreißen und die Geschichte ließ sich sehr schnell lesen. Gut, das hat natürlich auch mit der geringen Seitenanzahl zu tun, aber auch davon abgesehen.
Die Story ist erzählt aus Warrens Sicht und in der Ich-Perspektive geschrieben. Obwohl es aus der Sicht des männlichen Protagonisten geschrieben ist, konnte ich mich gut in den Hauptcharakter hineinversetzen. Colleen Hoover versteht es, aus jeder Sicht so zu schreiben, dass man sich direkt mit den Charakteren verbunden fühlt.

Die Personen
Auch die Personen blieben leider extrem oberflächlich.
Über Warren erfährt man eigentlich kaum etwas. Er ist Ridges und Brennans Manager, aber das ist auch quasi schon alles an Infos. Was genau macht er denn? Außer Hotels buchen habe ich da nichts mitbekommen, und das fand nicht mal innerhalb der Geschichte statt. Und was macht er sonst so? Keine Ahnung. Ach doch. Er beschäftigt sich anscheinend wochenlang damit, Pornos zu gucken, um den zu finden, in dem Bridgette mitgespielt hat. Okay, wenn man sonst nichts zu tun hat…
Bridgette erscheint vor allem am Anfang sehr undurchsichtig, nach und nach erfährt man aber immer wieder etwas mehr über sie.
Letztendlich hätte ich die Charaktere gerne noch etwas besser kennengelernt, und auch Ridge und Sydney, die nur noch sporadisch vorkamen, hätte ich gerne noch einmal länger wiedergetroffen. Ich fand es zum Beispiel schade, dass ihre Geschichte mit Warrens Aussage, dass er gerade keine Lust hat, sich mit Ridges Problemen zu beschäftigen, einfach unter den Tisch gekehrt wurde. Als bester Freund hätte dieser Satz meiner Meinung nach nicht fallen dürfen. Wenigstens ein Gespräch zwischen den beiden, in dem es um Sydney geht, hätte ich mir gewünscht. Aber gut, es soll hier ja auch eigentlich um Warren und Bridgette gehen…

Sonstiges
Ehrlich gesagt finde ich 7,95€ als Preis etwas hoch gegriffen dafür, dass das Buch nur knapp 140 Seiten hat. Bei 100 Seiten mehr hätte ich das noch okay gefunden, aber hier hätte ich mir den Kauf vermutlich zweimal durch den Kopf gehen lassen.

Maybe not

Fazit:

Eine tolle Geschichte, die zwei Nebencharaktere aus einem ganz wunderbaren Buch aufnimmt und ihnen eine Stimme verleiht. Mir hat zwar ein bisschen was gefehlt in der Geschichte und bei der Ausarbeitung der Charaktere, aber wenn man beachtet, dass es sich hier lediglich um ein Spin-Off handelt, dann ist das so schon in Ordnung. Wobei 50 Seiten mehr vermutlich auch niemandem einen Zacken aus der Krone gebrochen hätten. Da hätte man noch einiges unterbringen können. Da es aber trotzdem toll war, noch einmal die Welt von der lustigen WG mit diesen ganzen unterschiedlichen Bewohnern zu betreten, bekommt „Maybe not“ von mir

★★★ ½ von 5

Titel: Maybe not
Originaltitel: Maybe not
Autor/in: Colleen Hoover
Übersetzer/in: Kattrin Stier
Verlag: dtv (Link zum Buch)
Seiten: 144
Preis: 7,95€ (Taschenbuch), 3,99€ (E-Book)
ISBN: 978-3-423-71725-0

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6 Kommentare zu „[Rezension] Maybe not – Colleen Hoover

  1. hihi
    hatte mich schon gewundert 😉

    Würde mich freuen, wenn du uns demnächst in deine Ansicht zu dem/r Autor/in einbeziehst. Ich finde es recht interessant, die Ansicht / Meinung bei einer Rezension als „Hintergrund“ zu kennen.

    LG Andreas

  2. Schön geschrieben!
    So kann man sich sehr gut eine Vorstellung von dem Buch machen. 👍😊

    Schade, dass du über die Autorin nicht viel schreibst – dich aber auf ihre Art beziehst, die ich so nicht kenne.
    Vielleicht eine Idee für nächste Posts, einige Worte mehr zum Autor zu verlieren 😉

    Ich finde, deine Posts kann man echt gut lesen! Du kannst das gut zusammenfassen 😊

    1. Naja, die meisten kennen Colleen Hoover, und da das hier ein Spin-Off von „Maybe Someday“ ist, kann man davon ausgehen, dass die Leute, die diese Rezension lesen, auch dieses Buch gelesen haben und somit mit Colleen Hoovers Schreibstil vertraut sind. :S

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