Rezensionen

[Rezension] Als ich dich suchte – Lauren Oliver

Als ich dich suchte1Das ist alles Daras Schuld. Dara ist diejenige, die beschlossen hat, nicht mehr mit mir zu reden. Es ist Daras Schuld, dass ich mit dem Gefühl herumlaufe, eine Bowlingkugel in der Brust zu haben, die jeden Moment meinen Magen durch schlagen und meine Eingeweide auf dem Boden verteilen könnte. Es ist ihre Schuld, dass ich nicht schlafen und nicht essen kann und dass mir, wenn ich es tue, sofort übel wird.
-S. 36

die-geschichteNick und Dara sind nicht nur Schwestern, sondern waren auch ihr Leben lang beste Freundinnen. Doch als Dara mit ihrem gemeinsamen besten Freund Parker zusammenkommt, ändert sich etwas. Eines Tages kommt es zu einem schrecklichen Autounfall, bei dem Dara schwer verletzt wird. Nick wohnt von da an bei ihrem Vater, kommt dann aber zurück zu Dara und ihrer Mutter. Doch ihre Schwester redet nicht mehr mit ihr – sie scheint sie zu hassen. Und plötzlich passiert es: Dara verschwindet spurlos. Doch wo kann sie sein? Verzweifelt versucht Nick, ihre geliebte Schwester zu finden.

Als ich dich suchte4Als ich dich suchte5

meine-meinungDieses Buch hat mich angesprochen, da es mal nach einer ganz anderen Geschichte klingt. Freundlicherweise habe ich es daraufhin vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. So ganz konnte mich das Buch leider nicht überzeugen, aber darauf gehe ich jetzt in meiner Rezension genauer ein.

Über die Story
Die Geschichte ist auf jeden Fall eines: anders. Denn hauptsächlich geht es hier um Nick und Dara, also um Geschwister und mal nicht um die große Liebe. Nach dem Unfall haben sich die beiden stark voneinander entfernt, dabei wünscht Nick sich nichts sehnlicher, als dass alles so wird wie früher.
Leider konnte die Geschichte mich nicht ganz so mitreißen, wie ich es erhofft hatte. Vor allem der Anfang ist sehr langatmig. Es gibt immer wieder Rückblicke und Perspektivenwechsel, aber dazu später mehr. Das allein war meiner Meinung nach schon ziemlich anstrengend, aber durch viel Drumherum wurde es leider ab und zu langweilig. Es wird erzählt, wie Nick zur Arbeit geht, was sie dort macht… Auch im Nachhinein war für mich vieles davon überflüssig. Erst auf den letzten 100 Seiten wurde es für mich wirklich spannend und ich habe gerne schnell weitergelesen. Aber nur 100 Seiten von knapp 370 sind da für mich leider nur wenig.

Der SchreibstilAls ich dich suchte2
Als ich damals „Delirium“ von Lauren Oliver gelesen habe, habe ich ihren Schreibstil geliebt. Leider konnte er mich hier nicht so ganz überzeugen. Zusammen mit der Geschichte hat sich alles einfach tierisch in die Länge gezogen, was ich sehr schade fand.
Erzählt wird mal aus Nicks Sicht, mal aus Daras Sicht, stets in der Ich-Form. Dann gibt es immer Sequenzen, die vor dem Unfall spielen und Szenen, die nach dem Unfall stattfinden. Dabei ist alles im Präsens geschrieben. Zwischendurch kommen dann noch irgendwelche Tagebucheinträge. Das alles zusammen war mir ehrlich gesagt etwas viel. Dauernd muss man umdenken und ich war ab und zu verwirrt, wenn ich nicht mehr genau wusste, ob jetzt „vorher“ oder „nachher“ ist – vor allem, da manchmal einfach gar nichts über den Kapiteln steht, wenn sich der Zeitpunkt nicht verändert. Das ist allerdings dann doof, wenn man zwischendurch pausiert und beim nächsten Lesen nicht mehr genau weiß, welcher Zeitraum denn nun als letztes dran war. Letztendlich kann man es natürlich relativ schnell unterscheiden, aber es ginge definitiv auch einfacher.

Die Personen
Mit den Personen konnte ich ehrlich gesagt nicht sonderlich viel anfangen.
Nick war ganz in Ordnung, aber ich würde nicht mit ihr befreundet sein wollen. Sie ist halt irgendwie komisch. Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll. So wirklich sind mir ihre Charaktereigenschaften auch nicht im Kopf geblieben.
Ähnlich ist es bei Dara. Allerdings mochte ich sie an vielen Stellen mehr als Nick. Sie steht einfach mehr im Leben, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Jedoch hat sich einiges in ihrem Leben abgespielt, mit dem man nicht rechnen würde. Es war interessant, mehr über ihre „Geschichte“ zu erfahren und Stück für Stück über ihr Leben vor dem Unfall aufgeklärt zu werden.
Die übrigen Personen waren kaum Thema. Am meisten noch Parker, den ich auch ganz gut leiden konnte.

Als ich dich suchte3

Fazit:

Leider konnte mich das Buch nicht so sehr überzeugen, auch wenn ich es mir echt gewünscht hätte. Aber die Personen waren einfach seltsam und das Ganze hat sich für mich zu sehr in die Länge gezogen – es wurde erst sehr spät spannend. Alle anderen Rezensionen, die ich bisher gesehen habe, waren aber durchweg positiv. Ich würde euch empfehlen, da auf jeden Fall mal vorbeizuschauen, wenn euch die Grundthematik anspricht. Ich weiß auch nicht, was da bei mir im Weg stand. Von mir bekommt „Als ich dich suchte“ aber leider nur

★★ ½ von 5

Titel: Als ich dich suchte
Originaltitel: Vanishing Girls
Autor/in: Lauren Oliver
Übersetzer/in: Katharina Diestelmeier
Verlag: Carlsen (Link zum Buch)
Seiten: 368
Preis: 19,99€ (Hardcover), 13,99€ (E-Book)
ISBN: 978-3-551-58351-2

 

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Ein Kommentar zu „[Rezension] Als ich dich suchte – Lauren Oliver

  1. Hi Isa.

    Schöne Fotos! Die lockern den Beitrag suuuuper schön auf.
    Schade, dass das Buch nicht so gut ist. Die Story finde ich eigentlich gut und ist mal was anderes…

    LG Andreas

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