4 Sterne · Rezensionen

[Rezension] The Amateurs. Wer zuletzt stirbt – Sara Shepard

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Aerin rannte mit klopfendem Herzen dorthin.
„Helena?“, schrie sie. „Helena!“
Doch ihre Schwester würde nie wieder antworten.
-S. 13

die-geschichteVor sechs Jahren ist Aerins ältere Schwester Helena verschwunden. Von einem Moment auf den anderen war sie weg. Erst viel später findet man ihre Leiche. Doch der Fall kann nie aufgelöst werden.
Jetzt, sechs Jahre nach Helenas Verschwinden, will Aerin endlich wissen, was damals geschehen ist. Sie wendet sich an die Webseite „Offener Fall“, auf der nie aufgelöste Mordfälle behandelt werden. Schnell werden einige Mitglieder auf Aerins Hilferuf aufmerksam. So trifft sie auf Seneca, Maddy, Brett, Madison mit denen sie sich daranmacht, den Fall aufzuklären. Doch sie ahnen nicht, wie kompliziert und vor allem gefährlich ihre Suche nach dem Mörder wird.

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meine-meinungDie meisten kennen Sara Shepard wahrscheinlich durch ihre erfolgreiche Buchreihe „Pretty Little Liars“, die es ja auch als Serie gibt. Ich selber habe die Serie leider noch nicht gesehen und auch bisher keines von Shepards Büchern gelesen. Weitere bekannte Werke von ihr sind „The Perfectionists“ und „Lying Game“, die soweit ich weiß alle irgendwie in Richtung „Glamour-Mystery“ gehen. Als ich gesehen habe, dass eine neue Reihe von ihr erscheint, habe ich beschlossen, dass ich diese nun endlich mal lesen muss. Und so durfte der erste Band von „The Amateurs“ direkt aus dem Bloggerportal nach hier wandern.

Über die Story
Am Anfang wusste ich überhaupt nicht, was mich erwartet. Wie gesagt, habe ich noch nie etwas von Sara Shepard gelesen, und auch die verfilmten Serien nicht gesehen. Eigentlich lese ich ja auch keine Thriller oder so, aber hier hat mir zumindest das Cover versichert, dass es kein blutrünstiger Thriller ist. Und so war es auch – Glück gehabt. Trotzdem ist die Geschichte unglaublich spannend, und das von Anfang an. Ich habe mich kein einziges Mal beim Lesen gelangweilt oder gedacht, dass es jetzt aber schleppend vorangeht. Die ganze Geschichte um Helenas Verschwinden und ihren Tod verstrickt sich immer mehr in sich selbst und man weiß zwischendurch überhaupt nicht, was man jetzt denken soll. Immer wieder gibt es unerwartete Wendungen und das Ganze endet mit einem großen Knall. Ich bin wirklich froh, dass das hier mal eine spannende Story ist, die mich aber nicht in Angst und Schrecken versetzt hat (ich bin ein kleiner Schisser), sondern mich auch so fesseln konnte.

Der SchreibstilTheAmateurs3
Sara Shepards Schreibstil mochte ich unheimlich gerne. Das Buch lässt sich schnell und einfach lesen, aber es ist trotzdem alles nicht ZU locker, was ich gut fand, denn es ist ja noch immer eine Art Mystery. Die Autorin schafft es, die Spannung der Geschichte sofort am Anfang aufzubauen und Seite für Seite aufrecht zu erhalten. Nachdem ich vorher einige Bücher hatte, die mich vom Schreibstil nicht so überzeugen konnten, hat mich dieser hier viel mehr mitreißen können.

Die Personen
Hach, wo soll ich anfangen? Es gibt halt ziemlich viele Hauptpersonen. Normalerweise verwirrt mich sowas schon mal, hier war das aber zum Glück nicht der Fall.
Zunächst haben wir natürlich Aerin, die einfach nur wissen will, was mit ihrer Schwester passiert ist. Am Anfang mochte ich sie nicht ganz so gerne, weil sie den anderen gegenüber so abweisend war, aber im Verlauf der Geschichte konnte ich mich etwas mehr mit ihr anfreunden.
Auch Seneca wirkte ab und zu irgendwie etwas abweisend und zickig. Das hat mich am Anfang gestört, aber je besser die Personen sich alle kennenlernen, umso besser wurde es. Seneca ist extrem klug und hat sehr logische und nachvollziehbare Gedankengänge, auf die man aber auch erst einmal kommen muss. Besonders bei einer Szene war ich echt fasziniert, das hat mich auch schon an „The Mentalist“ erinnert, wo solche Gedankengänge ja an der Tagesordnung sind. Außerdem ist Seneca ein Mensch, der alles mit großer Leidenschaft tut. Das merkt man auch daran, wie sie sich mit dem Fall beschäftigt, obwohl sie selbst einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat. Ich mag solche Charaktere, denn sie sind mit vollem Einsatz dabei.
Als nächstes haben wir Maddy, den ich oft nicht so wirklich einordnen konnte. Was genau will er? Was sind seine Absichten? Das meine ich jetzt nicht mal auf den Fall Helena bezogen, sondern eher auf die Geschichte „drumherum“. Insgesamt war er mir zwar sympathisch, aber leider die Person, die ich am wenigsten mochte.
Brett mochte ich auch sehr gerne. Er hat wie Seneca gute Gedankengänge, verliert aber trotz der Ernsthaftigkeit der Situation seinen Humor nicht und macht auch mal den ein oder anderen Witz. Er war mit meine Lieblingsperson in der Geschichte.
Madison kam erst nach einer Weile dazu, mischte die Gruppe aber mit ihrer Erscheinung ziemlich auf. Sie ist eher der hibbelige und wilde Typ, der nicht stillsitzen kann. Sie passt meiner Meinung nach sehr gut in die Runde, da sie alles etwas auflockert.
Insgesamt finde ich die Zusammenstellung der Personen sehr gelungen. In der kleinen „Mordkommission“ sind die verschiedensten Personen und Charaktere vertreten und soweit mochte ich sie auch alle gerne. Die Gruppe ist sehr vielseitig und man merkt im Verlauf der Story, wie sie alle immer näher zusammenkommen und sogar so etwas wie Freunde werden, obwohl am Anfang die ganze Aktion auf der Kippe stand.

Sonstiges
Zwischendurch hatte ich ein- oder zweimal das Gefühl, dass minimale Logikfehler in der Geschichte waren. Ich bin mir da aber wirklich nicht sicher, vielleicht habe ich auch einfach nicht gut genug aufgepasst oder etwas verwechselt oder falsch verstanden.

TheAmateurs

Fazit:

Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch und muss sagen, dass sie definitiv erfüllt wurden. Das Ende hat mich total umgehauen und ich kann den zweiten Band der Reihe kaum erwarten. Und diese Reihe wird auch definitiv nicht die letzte sein, die ich von Sara Shepard gelesen habe. Die Personen bilden ein tolles Ensemble und die Story nimmt einige unerwartete Wendungen. Ich kann dieses Buch eigentlich jedem empfehlen – auch Leuten, die keine Thriller oder Krimis lesen (so wie ich). Weil es mir echt gut gefallen hat, bekommt „The Amateurs. Wer zuletzt stirbt“ von mir

★★★★ von 5

Titel: The Amateurs. Wer zuletzt stirbt
Originaltitel: The Amateurs #1
Autor/in: Sara Shepard
Übersetzer/in: Violet Topalova
Verlag: cbt (Link zum Buch)
Seiten: 384
Preis: 9,99€ (Taschenbuch), 8,99€ (E-Book)
ISBN: 978-3-570-31130-1

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3 Kommentare zu „[Rezension] The Amateurs. Wer zuletzt stirbt – Sara Shepard

  1. Hi Isa.

    Gut geschrieben und eine kurze gelungene Rezension.
    Da überlege sogar ich, ob ich mir das mal holen sollte! Wo ich kaum Zeit habe, Bücher zu lesen… 😬

    Der Zwerg ist total niedlich auf dem Foto 😬 Coole Farbe 😉

    LG Andreas

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