2 Sterne · Rezensionen

[Rezension] Himmelhoch. Alles neu für Amélie – Franziska Fischer

Himmelhoch4Isabella lacht, als würde sie sich tatsächlich darüber freuen. „Dann können wir doch am Montag zusammen fahren. Meist nehmen wir das Rad, das dauert gut dreißig Minuten. So zeigen wir dir gleich den Weg und du kennst in der Schule immerhin schon jemanden. Das ist doch super, oder?“
-S. 25

die-geschichteAmélie und ihre Familie sind gerade nach Habichtsburg an der Ostsee gezogen. Schnell macht sie mit ihren gleichaltrigen Nachbarn, Isabella und Linus Bekanntschaft. Doch eigentlich hat Amélie anfangs gar keine große Lust, mit den beiden Freundschaft zu schließen und auch Linus scheint eher abgeneigt. Doch Isa gibt nicht auf – sie will unbedingt Amélies Freundin werden. Erst recht, als sie Salim kennenlernt, Amélies besten Freund. Und sie hat auch schon eine Idee, wie sie ihn näher kennenlernen kann. Amélie allerdings findet das alles gar nicht gut…

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meine-meinungDieses Buch habe ich mir beim Bloggerportal angefragt, weil mich das Wort „Ostsee“ so gereizt hat, dass ich das Buch haben wollte. Da auf dem Cover keine Leute in Bikini und Badehose herumlaufen, hatte ich die Hoffnung, dass das Buch trotzdem ein wenig Herbstfeeling übermitteln kann. Ob es das geschafft hat, erzähle ich euch jetzt. Aber vorher ein kleiner Funfact. Wie dem Klappentext zu entnehmen ist, kommen in diesem Buch die Personen „Isa“ und „Salim“ zusammen. Wie ihr vermutlich schon bemerkt hab, werde ich auch Isa genannt. Und jetzt haltet euch fest. Mein Exfreund heißt Saleem. Das ist gruselig, oder? Funfact 2: Ich habe mir die Namen im Klappentext gar nicht durchgelesen und bin fast vom Glauben abgefallen als ich das Buch ausgepackt habe. 😀


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Über die Story
Ehrlich gesagt dachte ich, dass mich hier eine kurzweilige Geschichte erwartet, die ein bisschen Pepp hat und durch die Ostsee-Sache abgerundet wird. Falsch gedacht. Teilweise war ich wirklich extrem gelangweilt und habe die Seiten nur überflogen. Ich hatte das Gefühl, die Geschichte steht irgendwie und es passiert einfach nichts. Erst am Ende kommt dann alles auf einmal, wird aber auch sehr schnell wieder abgespeist. Das Meer hätte etwas präsenter sein können, aber die Szenen dort fand ich dann doch ganz schön.
Zudem gibt es mehrere Handlungsstränge. Es wird aus Amélies Sicht erzählt, aus Linus‘ und aus Isas Sicht. Aber ich hatte einfach das Gefühl, dass die verschiedenen Geschichten der Personen nicht wirklich zusammenfließen. Vor allem die Story über Linus hatte einfach überhaupt nichts mit den beiden anderen zu tun.
Was ich gut fand, war, dass in der Geschichte ein Reiterhof eingebunden ist. Im Zuge dessen wurde vor allem der richtige Umgang mit Pferden angesprochen, was meiner Meinung nach sehr schön war.
Zum Ende blieben ziemlich viele Fragen offen. Okay, es ist auch der erste Band einer Reihe, aber selbst grundlegende Dinge wurden nicht so wirklich erklärt, zum Beispiel hätte ich gerne mehr über die Krankheit und Therapie von Amélies Bruder erfahren.

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Der Schreibstil
Das Buch ist (wie oben schon erwähnt) aus drei verschiedenen Sichten geschrieben. Und zwar aus Amélies, Isas und Linus‘ Sicht. Was mich irritiert hat, war hierbei, dass Linus‘ und Amélies Teil in der Ich-Form geschrieben sind, Isabellas Part aber in der dritten Form formuliert ist. Allerdings sind sie alle im Präsens verfasst.
Mir hat der Schreibstil leider nicht sonderlich gut gefallen. Ich weiß selber nicht wieso, aber er hat irgendwie alles noch zäher gemacht.

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Die Personen
Leider sind die Charaktere meiner Meinung nach sehr oberflächlich geblieben.
Amélie habe ich die ganze Zeit nicht nachvollziehen können. Am Anfang redet sie keinen Ton und ist sehr abweisend, dann von jetzt auf gleich plötzlich ganz normal. Ich bin nicht ganz warm geworden mit ihr.
Ebenso war es bei Isabella. Teilweise kam es so rüber als würde sie alles tun, um an Salim heranzukommen, was in einigen egoistischen Aktionen geendet ist. Aber manchmal war sie auch ganz sympathisch. Sehr verwirrend.
Linus war eigentlich die ganze Zeit nur damit beschäftigt, Svea hinterher zu geiern. Aber immerhin hat er sich dabei nicht so egoistisch angestellt wie seine Schwester.

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Fazit:
Es gab einige Szenen, die mir ganz gut gefallen haben, aber vieles hat mich nun mal auch gestört. Ich hätte mir eine flottere Handlung gewünscht und sympathischere Protagonisten, die nicht so sprunghaft ihren Charakter wechseln. Leider bekommt dieses Buch deswegen von mir nur

★ ★ ½ von 5

Titel: Himmelhoch. Alles neu für Amélie
Autor/in: Franziska Fischer
Verlag: cbt Verlag (Link zum Buch)
Seiten:  384
Preis: 9,99€ (Taschenbuch), 9,99€ (E-Book)
ISBN: 978-3-570-31050-2

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2 Kommentare zu „[Rezension] Himmelhoch. Alles neu für Amélie – Franziska Fischer

  1. Echt witzig mit den Figuren und dass sogar auch ein Reiterhof mit drin ist 😂😂😂

    iwie finde ich das Cover schon nicht so ansprechend. Ich hätte es nicht gekauft. Nach der Rezension erst recht nicht 😉

    Die Rezension ist gut gemacht und gut geschrieben 👍

    LG Andreas

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