3 Sterne · Rezensionen

[Rezension] Ein Sommer auf gut Glück – Morgan Matson

dav
„Und ich freue mich schon sehr auf morgen.“
Es folgte eine Pause und wieder raschelte sie mit Papieren. „Ja“, sagte sie schließlich und holte deutlich hörbar tief Luft, wie man es tut, bevor man etwas Schwieriges hinter sich bringen muss. „Was das betrifft, muss ich Ihnen leider mitteilen, dass wir Ihre Anmeldung zu unserem Seminar für dieses Jahr annullieren mussten.“
– S. 74

die-geschichteAndie hatte genau geplant, wie ihr Sommer aussehen würde. Sie wollte einen Sommerkurs an der Uni belegen, um sich auf ihr angestrebtes Medizinstudium vorzubereiten. Doch dann wird ihr Vater, ein bekannter Politiker, in einen Skandal verwickelt und muss zurücktreten. Sein Bekannter, der Rektor einer Eliteuni, zieht sein Empfehlungsschreiben für Andie zurück. Kurz vor der Abreise wird ihr eine Absage für ihren Kurs erteilt. So kommt es, dass sie ihren Sommer zu Hause verbringen muss – völlig planlos. Durch Zufall ergattert sie einen Ferienjob, bei dem sie Hunde ausführt. So lernt sie auch Clark kennen. Die beiden lernen sich näher kennen und Andie verbringt einen tollen Sommer. Nicht nur mit Clark, sondern auch mit ihren Freunden. Doch es bleibt nicht alles so einfach wie es zunächst ist.

dav

meine-meinungBereits vor ein paar Jahren habe ich von Morgan Matson „Amy on the Summer Road“ gelesen und ich fand es damals total super. Als ich gesehen habe, dass ein neues Sommerbuch von ihr erscheint, habe ich es sofort beim Bloggerportal angefragt. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für das Buch! Ich habe mich dann mit der lieben Navika zusammengetan, um das Buch zu lesen. Wie das Ganze gelaufen ist und wie ich die Geschichte fand, erzähle ich euch jetzt.

Über die Story
Schon von außen erweckt das Buch den Eindruck, dass sich hier eine locker leichte Sommergeschichte versteckt. Dem ist auch so, durch die Länge des Buches zieht es sich allerdings an manchen Stellen ein wenig. Es ist nicht langweilig, aber auch nicht unglaublich spannend. Dadurch hatte ich oft einfach nicht das Bedürfnis, unbedingt weiter lesen zu müssen. Bei fast 800 Seiten kann es da schon mal etwas langatmig werden. Trotzdem hat mir die Geschichte gut gefallen. Nachdem Andie realisiert, dass sie in diesen Ferien WIRKLICH nicht an die Uni gehen kann, sucht sie sich Alternativen. Sie führt Hunde aus, macht viel mit ihren Freunden und beginnt, sich mit Clark zu treffen.
Toll fand ich, dass es in diesem Roman viel um Freundschaft geht und auch um Probleme, die sich in einer oder durch eine Freundschaft entwickeln können.

Ein Sommer auf gut Glück

Der Schreibstil
Ich mag Morgan Matsons Schreibstil gerne, so auch hier. An manchen Stellen war er in diesem Buch aber leider etwas anstrengend.
Geschrieben ist der Roman aus Andies Sicht in der Ich-Form und in der Vergangenheit. Ich fand, dass dieser Stil hier nicht so ganz passte und den Schreibstil eher zäh wirken ließ. Ich glaube, dass die Erzählung in der Gegenwart hier lebendiger gewesen wäre.

Die Personen
In „Ein Sommer auf gut Glück“ treffen verschiedenste Personen aufeinander, die teilweise unterschiedlicher nicht sein könnten, aber trotzdem sehr gut miteinander harmonieren.
Zum einen ist da natürlich Andie, unsere Protagonistin. Am Anfang bin ich nicht so ganz mit ihr warm geworden, mit der Zeit wurde sie mir aber sympathischer. Nur kurz vor Ende hat sie etwas gemacht, bei dem ich ihre Entscheidung nicht nachvollziehen konnte. Aber gut, da ist natürlich jeder anders.
Dann gibt es natürlich Clark, den männlichen Part in diesem Buch. Ich mochte ihn auch ganz gerne, er ist ein bisschen zurückhaltender und ein eher ruhiger Typ, das hat mir sehr gut gefallen, da er eben mal nicht der typische Draufgänger ist.
Auch Andies Freundeskreis spielt eine ziemlich große Rolle in dem Buch. Hier finden sich verschiedene Charaktere zusammen, die alle ihre bestimmten Eigenschaften aufweisen. Das hat mir gut gefallen, da sie nicht so platt bleiben wie manche Freunde in anderen Büchern.

dav

Fazit:

An sich hat mir „Ein Sommer auf gut Glück“ gut gefallen, allerdings war es mir an manchen Stellen einfach ein bisschen zu zäh und ein paar Seiten weniger wären nicht schlimm gewesen. Allerdings fand ich es super, dass das Thema Freundschaft hier seinen Platz findet und auch (unter anderem) im Vordergrund steht. Wer sich von etwas dickeren Büchern nicht abschrecken lässt und einen Roman über Sommer, Freunde und Liebe lesen möchte, der sollte sich das Buch genauer anschauen. Von mir bekommt „Ein Sommer auf gut Glück“

★★★ von 5

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Titel: Ein Sommer auf gut Glück
Originaltitel: The Unexpected Everything
Autor/in: Morgan Matson
Übersetzer/in: Franka Reinhart
Verlag: cbt (Link zum Buch)
Seiten: 688
Preis: 9,99€ (Taschenbuch), 9,99€ (E-Book)
ISBN: 978-3-5704-0357-0

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2 Kommentare zu „[Rezension] Ein Sommer auf gut Glück – Morgan Matson

  1. Halli Isa!
    Ich kann deine Kritik durchaus nachvollziehen. Ja, das Buch war ganz schön lang, aber ich habe schon genug kurze Bücher gelesen, um das gerade bei Jugendbüchern schätzen zu lernen. An manchen Stellen tritt die Handlung auf der Stelle, das stimmt schon, aber Entwicklungen von Figuren finden ja nicht von jetzt auf gleich statt.
    Und gerade Andies Entscheidungen am Ende finde ich ebenfalls krass. Irgendwo verstehe ich sie, andererseits bin ich jemand, der immer für Ehrlichkeit ist. Allerdings hat sie es so wahrscheinlich durch die Politikerarbeit ihres Vaters gelernt, oder? Da werden ja auch Skandale vertuscht. Ich finde das Ende dennoch gut, denn es zeigt die Folgen einer solchen Handlung wunderbar und ich würde mich fast über eine Bonusstory, die ein bisschen in der Zukunft spielt freuen, um zu sehen, wie es den Figuren weiter ergangen ist. (Und ob Clarks neues Búch erfolgreich war.)

    Alles Liebe,
    Friederike.

    1. Ja, da hast du schon recht. Ich weiß auch nicht, irgendwie habe ich nicht so ganz in die Geschichte gefunden. :/
      Eine Bonusstory fände ich auch eine schöne Idee. Einfach um nicht nur diesen einen Sommer erlebt zu haben, sondern auch noch ein bisschen mehr erfahren zu können.

      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar,
      Isa

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