2 Sterne · 3 Sterne · Rezensionen

[Rezension] Ein Moment für die Ewigkeit – Abbi Glines

davBald war ich an der Reihe, Crawford etwas vorzulesen. Für diese Zeit des Tages lebte ich. Dafür, ihn zu sehen und zu beten, dass er meine Stimme hören und die Augen öffnen würde. Damit wir wieder zusammen wären. Damit unsere Träume noch immer vor der Tür dieses einsamen, kalten Ortes auf uns warteten.
– S. 11
 

die-geschichteVales Leben ist super. Sie ist glücklich mit ihrem Freund Crawford, mit dem sie seit Kindertagen zusammen ist. Gerade haben sie ihren Abschluss gemacht, in ein paar Wochen wollen sie zusammen aufs College gehen. Doch dann werden die beiden in einen folgenschweren Unfall verwickelt. Von da an liegt Crawford im Koma und es ist nicht klar, ob er jemals wieder aufwachen wird. Jeden Tag sitzt Vale vor seinem Krankenzimmer und an seinem Bett, redet mit ihm, liest ihm vor und hofft, dass Crawford aufwacht und alles wieder so wird wie früher.
Eines Tages taucht Slate im Krankenhaus auf und macht es sich zur Aufgabe, Vale wieder in ihr Leben zurück zu holen. Und tatsächlich ist er der einzige, der es schafft, ihr ein Lächeln zu entlocken…

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meine-meinungDa ich vorher noch kein Buch von Abbi Glines gelesen hatte, habe ich mich sehr über dieses Rezensionsexemplar gefreut, das der Piper-Verlag mir zugesendet hat. Ganz lieben Dank nochmal dafür! Ich war sehr gespannt auf das Buch, habe jedoch schnell gemerkt, dass es wohl ein bisschen anders ist als ich es gedacht hätte.

Über die Story
Als ich den Klappentext gelesen habe und dass es darum geht, dass Vales Freund im Koma liegt, dachte ich schon, dass das Buch wohl sehr emotional werden wird und bin davon ausgegangen, dass ich mindestens einmal während dieser Geschichte weinen werde. Dazu ist es allerdings nicht gekommen.
Am Anfang sitzt Vale tagein, tagaus im Krankenhaus und hofft, dass ihr Freund Crawford aus dem Koma aufwacht. Eines Tages gesellt sich Slate zu ihr, der seinen Onkel regelmäßig im Krankenhaus besucht. Die ganze Sache mit Vale und Crawford war dann doch etwas unspektakulärer als ich gedacht hätte. Alle versuchen, Vale davon zu überzeugen, wie geplant ans College zu gehen – auch ohne ihren Freund. Sie hadert zwar mit sich, jedoch hätte ich mit einem viel größeren inneren Konflikt gerechnet. Erst recht als Vale und Slate sich näherkommen. Da war von der anfänglichen Verzweiflung über die Situation, dass Vales Freund nun mal im Koma liegt, nicht mehr viel übrig. Das hat mich schon ein bisschen schockiert, da das die Geschichte für mich etwas zu platt hat wirken lassen.
Zudem ist das Buch in zwei Teile geteilt. Als der erste Teil gerade (gefühlt) erst richtig losgeht, kommt der zweite… und… hä? Ehrlich, ich habe erst mal gar nichts mehr verstanden. Warum, werde ich hier nun nicht sagen, da ich niemanden spoilern möchte, aber ich war ziemlich verwirrt und hatte keine Ahnung, was hier gerade passiert. Denn der zweite Teil ändert einfach komplett ALLES an diesem Buch. Ich habe den Sinn bis zum Ende nicht so ganz verstanden. Meiner Meinung nach hätte man den ersten Teil dann auch einfach weglassen können. Oder den zweiten Teil und stattdessen den ersten „vernünftig“ fortführen.

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Der Schreibstil
Erzählt wird die Geschichte aus Vales Sicht in der Ich-Perspektive in der Vergangenheit.
Leider konnte mich der Schreibstil von Abbi Glines nicht so ganz packen. Ich fand ihn in Ordnung, er lässt sich gut lesen, aber wirklich fesselnd fand ich ihn nicht. An manchen Stellen hat es sich aber leider doch ein wenig gezogen.

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Die Personen
Die Protagonistin Vale was für mich ehrlich gesagt keine besondere Person. Eher so ein bisschen 08/15. Ich konnte bei ihr nicht wirklich Charaktereigenschaften ausmachen und das, was sie davon gezeigt hat, war eher schwankend und ich war nicht sicher, wie ich sie einschätzen soll. Sie blieb für mich bis zum Ende leider eher oberflächlich.
Dann ist da noch Slate, der Vale im Krankenhaus aufgabelt und versucht, sie wieder ein bisschen ins Leben zu schubsen. Manchmal war er mir aber einfach zu plump, er macht einen auf Badboy und unnahbar und hach… Ich weiß auch nicht. Ich fand ihn in Ordnung, aber er ist kein Charakter, von dem ich sagen würde, dass ich ihn toll finde.
Auch aus den anderen Charakteren bin ich nicht ganz schlau geworden. Viele sind auch viel zu kurz aufgetreten, um überhaupt groß etwas über sie sagen zu können. Im Großen und Ganzen kann ich aber sagen, dass ich einiges an den Charakteren auch widersprüchlich fand.

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Fazit
Ich hatte von dem Buch irgendwie etwas anderes erwartet. Die Geschichte war an sich okay, die Story war auf einem guten Weg, aber dann kam der zweite Teil des Buches. Da durch diesen alles irgendwie durchgerüttelt wurde, sind viele Charaktere im Dunkeln geblieben und es war kein Platz, um sie auszuarbeiten. Das ist sehr schade, denn manche Entwicklungen hätten wirklich Potenzial gehabt. Ich fand das Buch zwar wirklich nicht schlecht und hadere auch bezüglich der Bewertung mit mir, aber da von den Charakteren leider fast nichts bei mir hängengeblieben ist und ich die Teilung der Geschichte in zwei Teile einfach blöd fand, bekommt „Ein Moment für die Ewigkeit“ von mir

★★ ½ von 5

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Titel: Ein Moment für die Ewigkeit
Originaltitel: As She Fades
Autor/in: Abbi Glines
Übersetzer/in: Heidi Lichtblau
Verlag: Piper (Link zum Buch)
Seiten: 288
Preis: 12,99€ (Taschenbuch), 9,99€ (E-Book)
ISBN: 978-3-492-06087-5

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