4 Sterne · 5 Sterne · Rezensionen

[Rezension] Redwood Love. Es beginnt mit einem Blick. – Kelly Moran

RedwoodLove3Avery schüttelte den Kopf, sie war sich nicht sicher, ob ihre Mutter sie auf den Arm nahm. „Twitter? Ich war auf Twitter?“
Mom sah sie an, als wäre sie die Verrückte. Sie drückte ein paar Tasten auf ihrem Computer und winkte Avery um den Tisch herum.
Avery trat neben sie und sah auf den Bildschirm. Und tatsächlich, da war der @Redwood-Account.
– S. 58

die-geschichteNach der Scheidung von ihrem Exmann will Avery einen Neuanfang. Gemeinsam mit ihrer autistischen Tochter Hailey zieht sie in den kleinen Ort Redwood, in dem auch ihre Mutter lebt.
Eigentlich will sie einfach nur ganz entspannt neustarten und zur Ruhe kommen. Doch bereits am ersten Abend in Redwood trifft sie auf Cade O’Grady, der einer von drei Brüdern ist, die gemeinsam eine Tierklinik leiten. Eigentlich hat Avery den Männern abgeschworen und hat kein Interesse an einer neuen Beziehung. Doch irgendwann kann sie die Anziehung zwischen sich und Cade nicht mehr leugnen. Und auch die anderen Bewohner des Ortes scheinen dies bemerkt zu haben. Und so kommt es, dass plötzlich alle im Dorf Amor spielen.

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meine-meinungNachdem ich dieses Buch ungefähr ÜBERALL auf Instagram gesehen hatte, musste ich es mir einfach kaufen. Ich war so gespannt, ob es wirklich so gut werden würde, wie alle gesagt haben. Ob mich „Redwood Love. Es beginnt mit einem Blick“ überzeugen konnte, erfahrt ihr jetzt.

Über die Story
Wenn man den Klappentext so liest, ist es naheliegend, dass man denkt, es handelt sich um eine typische Lovestory, die man in jedem zweiten Buch findet. Doch es ist viel mehr als das!
Zum einen spielt Averys Vergangenheit eine große Rolle, ebenso wie ihre Tochter Hailey. Dass diese Autistin ist, weswegen sie zum Beispiel nicht spricht, ist ein besonderer Aspekt dieser Geschichte, da sie im Umgang eben etwas anders ist als andere Kinder. Sie spielt zwar auch in der Beziehung zwischen den einzelnen anderen Charakteren immer wieder eine Rolle, trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass es zu viel ist und sich alles immer nur um sie dreht.
Besonders charakteristisch sind für dieses Buch die ganzen Tiere. Immerhin spielt sich ein Großteil des Buches in einer Tierarztpraxis ab. Und ohmeingott, es geht auch um TIERBABYS. Ich gerate direkt in Schwärmereien, wenn ich dran denke.
Der Schauplatz ist einfach wunderbar. Redwood ist (zumindest in meiner Vorstellung) einfach wunderschön und ich würde echt selbst gerne mal dorthin reisen. Und die Bewohner sind ja wohl der Oberhammer! Natürlich kennt in dem kleinen Städtchen jeder jeden und alles Interessante (oder auch Uninteressante), das passiert, verbreitet sich sofort wie ein Lauffeuer im ganzen Ort. Beschleunigt wird dieser Prozess noch dadurch, dass das gesamte Städtchen über soziale Netzwerke wie Twitter und Pinterest vernetzt ist. Das bekommt auch Avery schon früh mit, denn auch über sie, bzw. vor allem über sie und Cade wird so einiges getwittert. Und ich bitte euch, wie verrückt und cool ist das bitte?
Man lernt zwar auch einige der Dorfbewohner kennen, allerdings hauptsächlich die, die mit der Tierarztpraxis oder mit Cades Familie zu tun haben. Das fand ich etwas schade, ich hätte gerne noch mehr Personen auf dem Ort Redwood kennengelernt. Das hätte den Zusammenhalt und die Verbundenheit der Bewohner noch mehr hervorgehoben und das Ganze noch geselliger gemacht. Besonders hätte ich mir gewünscht, dass die Freundschaften, die Avery in diesem Buch schließt, noch ein bisschen mehr hervorgehoben werden.
Insgesamt hat mir die Story aber sehr gut gefallen, die restlichen Komponenten waren alle genau richtig.

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Der Schreibstil
Kelly Morans Schreibstil hat mir an sich sehr gut gefallen. Allerdings habe ich das Buch vor allem zu Beginn sehr langsam gelesen. Damit will ich nicht sagen, dass der Schreibstil sich zieht, denn das ist überhaupt nicht der Fall! Es war mehr ein ruhiges und eben etwas langsameres Lesen. Warum genau weiß ich aber selbst nicht so genau. Es ist aber auf jeden Fall kein negativer Punkt.
Erzählt wird das Buch abwechselnd aus Averys und aus Cadens Sicht in der dritten Person und in der Vergangenheit.

Die Personen
Eines der besten Dinge an diesem Buch ist definitiv das Personenensemble.
Avery will einfach nur von ihrem Exmann weg und Ruhe für sich und ihre Tochter Hailey. Sie hat eigentlich überhaupt kein Interesse an einer Beziehung. Daher fand ich es toll, dass sie sich trotzdem nicht komplett dagegen sträubt, sich auf Cade einzulassen. Zudem ist Avery ein herzensguter Mensch, der zusätzlich auch noch ein ausgeprägtes Organisationstalent hat. Trotzdem wird sie verfolgt von den Geistern der Vergangenheit und hat auch ihre nachdenklichen Momente.
Auch Cade will eigentlich gar keine Beziehung, weil er dafür gar nicht der Typ ist. Er ist zwar bekannt dafür, immer wieder neue weibliche Bekanntschaften zu haben, jedoch ist er kein Bad Boy oder so. Im Gegenteil. Er kümmert sich ganz rührend um die Tiere und auch um die Besitzer in seiner Praxis. Und um Avery. Auch er sträubt sich nicht dauerhaft dagegen, dass er Avery toll findet, sondern versucht im Gegenteil sogar, sie von sich zu überzeugen. Das fand ich super, denn dieses ewige „Ich will aber eigentlich gar nicht“ hätte mich wahrscheinlich nur genervt.
Averys Tochter Hailey ist ebenfalls ein wichtiger Charakter in der Geschichte. Und obwohl sie das ganze Buch über kein Wort sagt, hat sie mein Herz erobert. (Oder vielleicht gerade deswegen? :D) Sie ist ein wichtiger Teil der Geschichte und wird nicht in den Hintergrund gestellt so dass es scheint als sei sie im Weg, sie nimmt aber auch nicht „zu viel Platz“ ein.
Dann sind da noch die weiteren Bewohner der Stadt. Seien es die anderen Praxismitarbeiter/innen, Averys Mutter oder das sogenannte „Drachentrio“, bestehend aus der Mutter und den Tanten der drei Tierarztbrüder. Sie alle passen so gut in diese Geschichte und auch wenn manche von ihnen auf den ersten Blick gar unerträglich scheinen, sind sie doch alle herzallerliebst.

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Fazit:

Süße Tiere und charmante Tierärzte – könnte es eine bessere Mischung geben?! Ich glaube nicht! Für mich war „Redwood Love. Es beginnt mit einem Blick“ das perfekte Buch für den Start in den Herbst. Ich habe mir die beiden anderen Bände bereits zugelegt und ich bin schon sehr gespannt darauf. Band eins kann ich aber auf jeden Fall schonmal empfehlen! Kelly Moran hat hier eine ganz tolle Welt geschaffen, in die ich unglaublich gerne eingetaucht bin. Da ich aber glaube, dass da auch noch ein kleines bisschen Luft nach oben ist, bekommt „Redwood Love. Es beginnt mit einem Blick“ von Kelly Moran von mir

★ ★ ★ ★ ½ von 5

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Titel: Redwood Love. Es beginnt mit einem Blick
Originaltitel: Puppy Love. Redwood Ridge
Autor/in: Kelly Moran
Übersetzer/in: Vanessa Lamatsch
Verlag: rororo (Link zum Buch)
Seiten: 384
Preis: 12,99€ (Broschiert), 9,99€ (E-Book)
ISBN: 978-3-499-27538-8

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3 Kommentare zu „[Rezension] Redwood Love. Es beginnt mit einem Blick. – Kelly Moran

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