4 Sterne · Rezensionen

[Rezension] All in. Tausend Augenblicke – Emma Scott

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„Noch nicht. Nicht heute. Wir haben vielleicht keine Monate oder Jahre, aber wir haben Augenblicke. Tausende Augenblicke. Tausende und Abertausende davon. Lass uns jeden Moment leben, ihn nutzen und bis zum Letzten auskosten. Okay?“
Ich sah sie an. „Okay.“
-S. 268

die-geschichte

Kaceys größter Traum war es immer, Musik zu machen. Und diesen Traum hat sie sich erfüllt, denn sie spielt in einer aufsteigenden Band. Doch wirklich glücklich ist sie trotzdem nicht. Im Gegenteil – sie ist sogar ziemlich einsam. Sie versucht, ihre Einsamkeit mit Alkohol zu kompensieren. So kommt es, dass sie eines Morgens mit einem dicken Kater auf einer fremden Couch aufwacht. Es ist die Couch ihres Chauffeurs Jonah. Bei ihm fühlt Kacey sich so geborgen wie lange nicht, weswegen sie beschließt, eine kleine Auszeit vom Bandleben zu nehmen und sich zu Jonah zu flüchten. Die beiden kommen sich näher, doch ihre Liebe kann keine Zukunft haben – denn Jonah begleitet ein wahrlich herzzerreißendes Schicksal durchs Leben.

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meine-meinung

Nach langer Zeit gibt es mal wieder eine Rezension von mir. Und zwar zu „All in. Tausend Augenblicke“ von Emma Scott. Ich habe das Buch vom Lyx Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Ganz lieben Dank noch einmal dafür! Wie mir das Buch gefallen hat, erfahrt ihr jetzt.

Über die Story
Okay. Wow. Ich hatte wirklich etwas ganz anderes von der Geschichte erwartet. Als ich das Buch angefragt habe, dachte ich, es wäre eine typische New Adult Story, gepaart mit einer Rockstar Geschichte – nur, dass die Rollen vertauscht sind und das Mädchen nun mal der Rockstar ist. Gut, im Grunde genommen ist es auch so, aber trotzdem ganz anders. Die ganze Bandsache ist zwar ein Teil der Story, doch es gibt noch ein zweites Hauptthema, das die Rockstargeschichte an vielen Stellen sogar überschattet.
Und genau dieses Thema ist das, was mich an dem Buch so gepackt hat. Ich habe wirklich mit der Geschichte mitgefiebert und ja, es ist auch die ein oder andere Träne geflossen. Viel mehr möchte ich aber gar nicht sagen, worum genau es geht, müsst ihr selbst herausfinden.
Sehr interessant fand ich Jonahs Arbeit in einer Glasbläserei. Das war mal etwas ganz anderes und ich fand es gut, dass diese Tätigkeit in der Story relativ viel Aufmerksamkeit bekam und teilweise auch genauer beschrieben wurde.

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Der Schreibstil
Okay, kommen wir mal zu einem ganz anderen Thema. Und zwar die Sexszenen in diesem Buch. Also da haben sich mir manchmal wirklich die Fußnägel aufgerollt. Sorry, aber… Bezeichnungen wie „heiße Möse“ sind nicht unbedingt Ausdrücke, die ich in einem Buch lesen will. Da war die Stimmung, die das Buch vorher rübergebracht hat, dann auch irgendwie dahin. Meh.
Ansonsten fand ich den Schreibstil gut, das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und ist abwechselnd von Kacey und Jonah aus der Ich-Perspektive erzählt.

Okay, kommen wir mal zu einem ganz anderen Thema. Und zwar die Sexszenen in diesem Buch. Also da haben sich mir manchmal wirklich die Fußnägel aufgerollt. Sorry, aber… Bezeichnungen wie „heiße Möse“ sind nicht unbedingt Ausdrücke, die ich in einem Buch lesen will. Da war die Stimmung, die das Buch vorher rübergebracht hat, dann auch irgendwie dahin. Meh.
Ansonsten fand ich den Schreibstil gut, das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und ist abwechselnd von Kacey und Jonah aus der Ich-Perspektive erzählt.

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Die Personen
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich viele Personen in diesem Buch auf den ersten Blick falsch eingeschätzt habe. Das macht die Autorin hier wirklich gut. Man merkt richtig, wie die einzelnen Charaktere nach und nach aus sich herauskommen und sich Stück für Stück immer mehr verändern.
Ganz besonders ist mir das bei Kacey aufgefallen, der man zwar bereits am Anfang anmerkt, dass sie mit der Situation nicht glücklich ist, aber trotzdem kommt sie eher verantwortungslos und prollig rüber.
Ebenfalls auffällig ist das ganze bei Jonah. Er wirkt am Anfang verbissen und so zielorientiert, dass ihm alles andere entgeht. Daher fand ich ihn zunächst etwas unsympathisch, aber zum Glück ändert auch er sich relativ schnell und lässt andere Seiten von sich blicken.
Auch Jonahs Bruder Theo wirkt zunächst sehr grummelig, aber nach und nach ändert auch er sich und ich muss sagen, dass ich ihn ganz besonders mochte.
Auch alle weiteren Figuren – Jonahs Eltern und seine Freunde – mochte ich sehr gerne. Manche bleiben leider etwas oberflächlich, aber man kann auch nicht jedem Charakter so viel Tiefe geben, wenn das Buch nicht ausarten soll.

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Fazit:

„All in – Tausend Augenblicke“ ist ein Buch mit vielseitigen Personen, das mich wirklich berührt und auch zum Weinen gebracht hat. Was mich aber wirklich gestört hat, waren die sehr plump und teilweise unschön geschriebenen Sexszenen. Das hätte man auch schöner schreiben können. Daher bekommt das Buch von mir

★★★★ von 5

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Titel: All in. Tausend Augenblicke
Originaltitel: Full Tilt
Autor/in: Emma Scott
Übersetzer/in: Inka Marter
Verlag: LYX (Link zum Buch)
Seiten: 424
Preis: 12,99€ (Broschiert), 9,99€ (E-Book)
ISBN: 978-3-7363-0819-0

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