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die-geschichte

Cromwell ist ein gefragter DJ, der die meiste Zeit bei seinen Auftritten damit beschäftigt ist, sich zu betrinken. Bonnie ist fleißige Musikstundentin und lebt für klassische Musik. Als Cromwell ebenfalls ein Musikstudium beginnt treffen er und Bonnie aufeinander – allerdings nicht zum ersten Mal. Cromwell und Bonnie könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein: Bonnie will nur die besten Noten, Cromwell hat eher eine Scheißegal-Haltung. Doch dann werden die beiden in einem Kurs zusammen für ein Kompositionsprojekt eingeteilt – Partnerwechsel nicht möglich. Doch irgendwie ist da doch mehr als nur Abneigung zwischen den beiden. Aber was verbirgt Cromwell vor Bonnie? Und wieso ist sie die perfekte Kandidatin, um ihm das Herz zu brechen?

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meine-meinungIch war soooo gespannt auf dieses Buch, weil alle, bei denen ich es gesehen habe, es unglaublich gut und vor allem emotional fanden und echt begeistert waren. Mich konnte das Buch aber leider nicht so wirklich von sich überzeugen. Warum? Das erkläre ich euch in dieser Rezension.

Über die Story
Okay, also grundlegend finde ich die Idee der Geschichte ganz gut und ich fand die Story an sich auch okay. Dass die Figuren sich über die Musik kennenlernen, die sie machen, finde ich einen schönen Ansatz, da ich selbst auch Musik sehr gerne mag und das nunmal auch (oft) eine gefühlvolle Sache ist.
Aber insgesamt war mir das hier alles zu viel Drama. Zu viele Themen auf einem Haufen. Zu viele Plots von allen Seiten.
Das Buch hatte vieles, aber für mich leider auch zu wenige Emotionen. Ich kann mir überhaupt nicht erklären, wieso, aber es konnte mich emotional einfach null packen. Keine Ahunng, woran das lag. Aber es hat mich einfach nicht gecatcht. Weder die Lovestory, noch alle Nebenplots, die es gab. Nichts davon hat mich wirklich so sehr mitgerissen, dass sich großartig Gefühle in mir geregt haben. Ich habe nicht gelacht bei diesem Buch und erst recht nicht geweint. Ich verstehe es wirklich nicht, aber es hat mich einfach nicht mitgerissen. Das finde ich super schade, weil ich gehofft hatte, hier eine tolle und emotionale Geschichte zu finden.
Außerdem gab es mehrere Logikfehler. Zum Beispiel fährt Bonnie einmal vom Wohnheim, in dem ihr Bruder wohnt, zu ihrem Wohnheim und einmal bringt sie ihn zu Fuß durchs Wohnheim zu ihrem Zimmer, so als würden sie beide im selben Haus wohnen. Hä? Und später steigt Cromwell in sein Auto, obwohl sich dieses überhaupt nicht dort befinden kann, wo er gerade ist. Ergibt keinen Sinn.

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Der Schreibstil
Naja. Der Schreibstil war okay. Das Buch hat sich wirklich gut lesen lassen, ich habe an einem Tag fast 300 Seiten gelesen. Aber es gab auch Stellen, die habe ich mehrmals gelesen und sie trotzdem nicht wirklich mitbekommen. Ich weiß nicht, ob das vielleicht daran lag, dass ich dadurch, dass die Story mich nicht gepackt hat, einfach zu oft an andere Dinge gedacht habe (das Abendessen, den Film, den ich neulich gesehen habe, ein anderes Buch…) oder daran, dass es vielleicht einfach seltsam geschrieben war.
Außerdem hatte ich das Gefühl, dass sich einige Formulierungen immer und immer wieder wiederholt haben. Gnah.

Die Personen
Uff. Also so wirklich warm geworden bin ich mit keiner der Personen.
Bonnie fand ich ganz okay, aber so wirklich Charakter hatte sie für mich nicht. Sie mag Musik, das ist das einzige, was bei mir über sie Charakterliches hängengeblieben ist.
Den männlichen Part Cromwell mochte ich überhaupt nicht und ich fand seine Beschreibung auch leider total unsexy. Gesichtspiercings sind einfach nicht mein Ding. Und dann Beschreibungen wie „Er roch nach Tabak“. Sorry, aber… bäh. Außerdem kann er Farben hören. Oder eher Töne als Farben sehen. Also er hat Synästhesie. Fand ich ganz interessant, aber so wirklich konnte ich damit auch nichts anfangen anhand der Beschreibungen.
Easton mochte ich auch nicht so. Am Anfang fand ich ihn ziemlich nervig. Später wurde er mir aber sympathischer.
So wirklich toll fand ich keinen der Charaktere.

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Fazit:

Irgendwie haben das Buch und ich nicht gematcht. Es war nicht mein Ding. Dabei hatte ich mich so gefreut. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch. Die Geschichte an sich war okay, der Schreibstil auch. Emotionen sind bei mir leider keine so wirklich angekommen. Darum gibt es von mir für „A Wish for Us“ von Tillie Cole

★★ 1/2 von 5