Werbung (Rezensionsexemplar)

Denver ist nicht gerade das, was man sich unter einem verantwortungsvollen Kerl vorstellt. Vielmehr ist er ein Frauenheld und auch beruflich will er flexibel bleiben, weswegen sein Job als Buschpilot perfekt für ihn erscheint. 

Cleo geht es ähnlich: Sie konnte sich beruflich bisher nicht festlegen und ist sich noch nicht sicher, wohin das Leben sie führen wird. Nicht mal für einen Wohnort konnte sie sich bisher entscheiden.

Doch als Cleos Vater Chip, der gleichzeitig Denvers Mentor war, stirbt, treffen die beiden ungewollt aufeinander. Denn Chip hat ihnen zu gleichen Teilen seine Firma Lifetime Adventures vererbt. Und plötzlich besitzen Cleo und Denver nicht nur gemeinsam ein Unternehmen, obwohl sie absolut keine Lust haben, miteinander zu arbeiten, sondern finden sich auch in einer Reality Show wieder, die ihnen den Hintern retten soll. Und obwohl sie am Anfang der festen Überzeugung sind, sich nicht ausstehen zu können, kommen sie sich plötzlich näher als sie jemals geahnt hätten.

Nachdem ich sehr hyped war, dass mit Confessions of a Bad Boy der fünfte Band der Baileys Reihe erscheint, habe ich ihn auch direkt bei NetGalley als Rezensionsexemplar angefragt und tatsächlich das E-Book zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank nochmal dafür an dieser Stelle! Wie mir das Buch gefallen hat, erfahrt ihr jetzt.

Über die Story

Die Geschichte beginnt direkt sehr rasant mit einem ersten Aufeinandertreffen zwischen Denver und Cleo. Ihnen wird nämlich kurz nach Chips Tod eröffnet, dass sie nun gemeinsam seine Firma übernehmen sollen. Sofort bietet Cleo an, Denver seine Anteile auszuzahlen, doch der sieht es gar nicht ein, dieser eingebildeten Ziege seine Hälfte zu überlassen und sie den Karren vor die Wand fahren zu lassen. Denn Denver ist der festen Überzeugung, dass Cleo genau das tun würde. Gleichzeitig hat er selber aber eigentlich gar keine große Lust, Lifetime Adventures zu führen. 

Schnell merken die beiden, dass es nicht gut um das Unternehmen steht. In den letzten Jahren war wohl einfach der Wurm drin. Als quasi einzige Möglichkeit, Chips Erbe noch zu retten, eröffnet sich ihnen die Teilnahme an einer Reality Show. Erst sind beide nicht so begeistert, doch es bleibt kein anderer Ausweg und so machen sich Cleo und Denver gemeinsam mit einem Promi und einem Kameramann auf den Weg nach Alaska. Die Story schreitet schnell voran, aber dennoch kann man gut folgen. Mir hat die „Schnell“ der Geschichte sehr gut gefallen und ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass man hier auf der Stelle tritt. 

Insgesamt fand ich die Storyline sehr gut, auch die Entwicklung zwischen Cleo und Denver hat mir gefallen. Außerdem habe ich es sehr begrüßt, dass die Protas hier wirklich offen miteinander (über sich) reden und sich nicht in fünf Millionen Missverständnissen verstricken, die am Ende zum großen Knall und Plottwist führen. Einen Plottwist gibt es natürlich trotzdem, es wird also nicht langweilig. Gut fand ich aber auch, dass es nicht nur um die Lovestory geht, sondern auch um private Geschichten sowie natürlich um den Erhalt des Unternehmens.

Der Schreibstil

Das Buch lässt sich sehr gut und leicht lesen, der Schreibstil hat mir auch hier wieder sehr gefallen – sowohl die Kapitel aus Denvers Sicht als auch die aus Cleos. Die Kapitel sind außerdem nicht zu lang, was mir persönlich immer sehr gut gefällt.

Die Personen

Hach, die Baileys. Erst einmal liegt der Fokus hier natürlich auf Cleo und Denver, aber auch Denvers Familie ist wieder mit von der Partie und mischt die Geschichte ordentlich auf. Dabei hatte ich das Gefühl, dass Grandma Dori diesmal nicht ganz so oft vertreten ist und keine ganz so große Rolle spielt wie sonst. Dafür ist Phoenix etwas mehr in den Fokus gerückt, was ich gut fand, weil es um sie auch im nächsten Band gehen wird.

Denver mochte ich gerne, man erkennt schon einige Parallelen zu seinem Zwillingsbruder Rome, aber dennoch erkennt man seinen eigenen Charakter. Auch, wenn der Titel darauf hindeutet, finde ich allerdings, dass er nicht der klassische New Adult Bad Boy ist. Er versucht, sein Bad Boy Image ein bisschen raushängen zu lassen, indem er Cleo am Anfang eher mit einer Anti-Haltung begegnet, allerdings geht er dabei nicht unter die Gürtellinie und irgendwann sind es eher Neckereien als wirkliche Anfeindungen.

Ähnlich ist es bei Cleo, die am Anfang auch gar nichts mit Denver anfangen kann und ihn einfach blöd finden möchte. Sie bietet ihm die Stirn und eigentlich will sie ihm seine Unternehmensanteile abkaufen. Gleichzeitig ist sie sich aber auch im Klaren darüber, dass sie es alleine nicht hinbekommen wird. Ich mag reflektierte Charaktere. Ich hatte am Anfang außerdem Angst, dass Cleo eher arrogant und abgehoben daherkommt, weil ich das aus dem Klappentext geschlossen habe, aber so war es zum Glück nicht.

Fazit

Mir hat Confessions of a Bad Boy sehr gut gefallen. Sowohl Cleo als auch Denver mochte ich sehr und dass auch Denvers Familie wieder am Start ist und man erfährt, wie es bei den anderen weiterging, ist ein großes Plus. Außerdem fand ich es super, dass es nicht nur um die Lovestory geht, sondern die beiden sich auch darum bemühen, das ihnen vererbte Unternehmen wieder on the road zu bringen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und bekommt daher von mir 

★★★★★ / 5