3 Sterne · Rezensionen

[Rezension] Young Elites: Die Gemeinschaft der Dolche – Marie Lu

young-elites1Als ich vier Jahre alt war, wütete das Blutfieber gerade am heftigsten und die Einwohner von Kenettra verrammelten ängstlich ihre Türen. Vergeblich. Meine Mutter, meine Schwester und ich wurden krank. […] Mein linkes Auge schwoll so stark an, dass die Ärzte es entfernen mussten – mit einem rot glühenden Messer und einer Zange.
Also, ja: Man könnte sagen, ich bin mit Makeln behaftet.
Mit Makeln behaftet. Ich trage die Zeichen eines Malfettos.
S. 12/13

 

die-geschichteNachdem Adelina als Kind am Blutfieber erkrankte, verlor sie nicht nur ein Auge, sondern auch ihre Haare wechselten die Farbe. Sie ist für jeden als Malfetto zu erkennen, was ihr das Leben nicht leichtmacht. Denn die Malfettos werden von den anderen Bewohnern Kenettras verstoßen. Dass sie eine Aussätzige ist, lässt auch ihr Vater Adelina spüren. So beschließt sie eines Tages, von zu Hause zu flüchten. Doch im Zuge ihrer Flucht findet sie nicht nur heraus, dass sie durch die Krankheit neben ihren Makeln auch besondere Fähigkeiten erhalten hat, sondern trifft auch auf die Gemeinschaft der Dolche. Diese sind eine Gruppe Malfettos, die sich auch „die Begabten“ nennt und sich vorgenommen hat, den König Kenettras zu stürzen. Doch für dieses Vorhaben brauchen sie Adelinas Hilfe. Wird sie sich auf die Seite der anderen Ausgestoßenen schlagen und versuchen, über das Land zu herrschen?

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5 Sterne · Rezensionen

Wieso ich die Edelsteintrilogie noch immer liebe

Edelsteine1Hallo meine Lieben,

wie einige von euch vielleicht schon auf Facebook oder Twitter mitbekommen haben, habe ich im Urlaub die Edelsteintrilogie nochmal gelesen. Nachdem ich nämlich in der Verfilmung von Smaragdgrün war (dazu kommt übrigens demnächst noch eine Review), hatte ich total Lust, die Bücher nochmal zu lesen. Und da ich sie vor vier Jahren das letzte Mal gelesen habe (zumindest Teil 2 und 3, den 1. hab ich irgendwann zwischendurch nochmal gelesen als ich mir die Filmausgabe davon gekauft habe), dachte ich, mach ich das doch jetzt im Urlaub. Passte auch ganz gut, denn genau da hab ich sie damals auch zum ersten Mal gelesen (nur zwei Ferienhäuser weiter :D). Weiterlesen Wieso ich die Edelsteintrilogie noch immer liebe

2 Sterne · Rezensionen

KRIEG DER STERNZEICHEN: DIE LIEBE DES SKORPIONS – Tasia Falter

IMG_6144Es hieß, dass eine Partnerschaft zwischen einem Skorpion und einem Schützen nicht funktionieren konnte. Dem Skorpion war Treue sehr wichtig. Er wurde schnell eifersüchtig. Dem Schützen dagegen bedeutete seine Freiheit viel und er war nicht so sehr auf einen einzigen Menschen fixiert. Invidia hatte gesagt, wo das hinführte. Arcus würde eines Tages fremdgehen.

– Krieg der Sternzeichen, Die Liebe des Skorpions: S. 37

Die Geschichte:

Scora ist von Sternzeichen Skorpion. Doch in ihrer Welt sind Skorpione das meist gehasste Sternzeichen. Ihnen werden viele Verbote auferlegt und auch sonst scheinen sie dauerhaft schikaniert zu werden, vor allem von den Schützen, die in ihrem Bezirk herrschen. So kommt es, dass Skorpione und Schützen nicht gut aufeinander zu sprechen sind.
Genau in dieser Zeit verliebt sich Scora in Arcus. Doch Arcus ist vom Sternzeichen Schütze und die aktuellen Spannungen sind in dieser Konstellation nicht das einzige Problem. Denn die alten Prophezeiungen über die verschiedenen Charaktere der Sternzeichen besagen, dass Schützen das Thema Beziehung eher locker nehmen, Skorpione hingegen wollen sich binden und sind sehr eifersüchtig. So stellen sich alle, sogar Scoras beste Freundin, einer Annäherung der beiden in den Weg. Scora fühlt sich allein gelassen und weiß nicht, was sie tun soll. Denn auch die Situation für die anderen Skorpione verschärft sich zusehends…

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich vom Flyfiction Fantasy Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank noch einmal! Ich habe dem Verlag vor kurzem auch ein wenig auf den Zahn gefühlt. Das Interview findet ihr hier. *klick*

Die Grundidee des Buches finde ich echt gut, die Einteilung der verschiedenen Sternzeichen auf einzelne Orte hat etwas von einer Dystopie, wie ich finde. Aber das Ganze hat bei mir auch einige Fragen aufgeworfen. So wurde zum Beispiel (soweit ich das gelesen habe) nicht gesagt, wie das überhaupt funktioniert mit den Sternzeichen. Ich meine, was ist, wenn zwei Skorpione jetzt ein Kind kriegen, das aber im März geboren wird, also Fisch ist? Muss das dann direkt auf einen anderen Kontinent abgeschoben werden? Oder geht das gar nicht und die Angehörigen des jeweiligen Sternzeichens können nur Kinder mit dem gleichen Sternzeichen bekommen…? Das habe ich tatsächlich nicht so ganz durchschaut. Ich hoffe, ich habe es nicht aus Versehen einfach überlesen.
Die Umsetzung der Story fand ich in Ordnung. An sich war sie gut, nur einige Dinge waren wirklich… sehr seltsam. (Für die, die das Buch gelesen haben: Die Sachen in der Schule?!) Nun gut, zwischendurch hatte ich dadurch einige Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte rein zu finden. Aber vor allem gegen Ende hat mir die ganze Sache immer besser gefallen.

Die Figuren waren mir leider zum Großteil ziemlich unsympathisch, denn die meisten waren sehr negativ und unfreundlich…
Die Protagonistin Scora hat so manche Eigenheit und ich konnte sie und ihr Handeln oft überhaupt nicht nachvollziehen. Einmal regt sie sich zum Beispiel total auf, weil ihre beste Freundin neben jemand anderem sitzt. Das war so eine Situation, die ich nicht verstanden habe. Als wäre das so schrecklich, wenn man mal nicht nebeneinander sitzt. Auch im Umgang mit Arcus konnte ich sie meistens überhaupt nicht nachvollziehen.
Scoras beste Freundin fand ich am Anfang noch ok, später wurde sie mir aber ebenfalls immer unsympathischer.
Arcus war zusammen mit Scoras Vater eine der Personen, die ich mochte. Auch wenn der Vater mir noch um einiges sympathischer war, denn manchmal war mir auch Arcus ein bisschen suspekt.

Der Schreibstil hat mir an sich gut gefallen, aber meiner Meinung nach ist es sehr verwirrend, dass Scora eigentlich nie namentlich genannt wird, sondern immer überall nur „sie“ steht. Wenn die Protagonistin sich in Interaktion mit anderen weiblichen Figuren befindet, verliert man da schnell den Überblick.

Einen großen Kritikpunkt habe ich jetzt noch. Und das war die Sache, die mich mit Abstand am aller aller meisten gestört hat. Denn es waren unglaublich viele Rechtschreib- und Grammatikfehler in dem Buch zu finden. Das hätte man vorher auf jeden Fall besser prüfen müssen. Teilweise fehlen sogar Wörter, sodass manche Sätze einfach keinen Sinn mehr ergeben. Mich stören Fehler in Büchern immer ziemlich, weswegen ich dafür auch leider ordentlich Punkte abziehen muss. Sogar im Klappentext befindet sich ein Fehler. Bei der nächsten Auflage sollte das vorher auf jeden Fall überarbeitet werden.

Fazit:

Ich glaube, das Buch war nicht so ganz mein Thema, es hat mir aber trotzdem ganz ok gefallen. Gestört haben mich die teilweise sehr sprunghaften Charaktere, die ich oft nicht nachvollziehen konnte und die vielen Fehler im Text. Da meiner Meinung nach einige Sachen in dieser Geschichte noch einmal aufgearbeitet werden müssten, bekommt „Krieg der Sternzeichen: die Liebe des Skorpions“ von mir

½ von 5

Krieg der Sternzeichen: Die Liebe des Skorpions

278 Seiten, 14,90€ (Taschenbuch), 3,99€ (E-Book), erschienen im Flyfiction Fantasy Verlag

Interview

Interview mit dem Flyfiction Fantasy Verlag

Kennt ihr schon den Flyfiction Fantasy Verlag? Nein? Dann solltet ihr unbedingt einmal dort vorbeischauen! Ich habe ein Interview mit dem Verlag gemacht und ein paar Dinge erkundschaftet, die viele sicher sehr interessant finden! Viel Spaß damit, und schaut mal bei dem Verlag vorbei – vor allem für Fantasy Fans gibt es da sicher viel Interessantes zu entdecken. :) Weiterlesen Interview mit dem Flyfiction Fantasy Verlag

5 Sterne · Rezensionen

ORIGIN. SCHATTENFUNKE – Jennifer L. Armentrout

ACHTUNG!
Bei Origin handelt es sich um die Fortsetzung von Obsidian und Onyx und Opal. Wer die ersten drei Teile also noch nicht gelesen hat, sollte diese Rezension mit Vorsicht genießen (oder lieber gar nicht), da einige Spoiler für die anderen Bände darin vorkommen werden.

IMG_5740.JPGKat braucht ihn.“ Sie [Beth] hob die Lider, und obwohl sie in unsere Richtung blickte, sah sie uns nicht an, nicht wirklich. „Erst erzählen sie ihr alles Mögliche. Sie wollen sie einwickeln, aber was sie dann mit ihr tun werden…“

– Origin. Schattenfunke: Seite 36


Die Geschichte:

Es könnte alles so schön sein. Katy, Daemon und die anderen haben Chris und Beth erfolgreich aus den Fängen von Daedalus befreit. Der Haken an der Sache: Blake war gar nicht auf ihrer Seite. Er hat sie verraten und nachdem sich die Tür in Mount Weather vor Katys Nase geschlossen hat, musste Daemon sie zurücklassen. Nun befindet sich Katy in der berüchtigten Area 51, wo sie Teil von Daedalus Plan werden soll. Von Anfang an ist für sie klar: Sie will dort nicht den Rest ihres Lebens verbringen. Doch sie erfährt einige Dinge über Daedalus und auch über die Lux, die ihr vorher nicht bekannt waren, und die die Lux plötzlich in schlechtes Licht rücken. Doch soll und kann sie diese Behauptungen wirklich glauben? Und was würde das für sie bedeuten?
Während Katy darüber nachgrübelt, was von den Dingen, die die Leute von Daedalus ihr erzählen, stimmt und was nicht, setzt Daemon alles daran, zu ihr zu gelangen und sie (bestenfalls) zu befreien. Er will nicht, dass ihr die gleichen Dinge widerfahren, die Dawson und Beth erleben mussten. Denn vor allem an Beth hat der Aufenthalt bei Daedalus tiefe seelische Narben hinterlassen. Auf keinen Fall will er, dass auch seine Katy so endet. Also versucht er mit einer sehr fragwürdigen Methode, zu seiner großen Liebe zu gelangen. Doch noch kennt er nicht alle Absichten von Daedalus. Wird es ihm wirklich gelingen, sie zu befreien?

Meine Meinung:

Oh. Mein. Gott. Theoretisch könnte ich das jetzt einfach so stehen lassen, denn das beschreibt meine Meinung und derzeitige Gefühlslage ganz gut. Dieses Buch ist einfach so krass, dass es mich total sprachlos macht, obwohl ich im gleichen Moment so viel dazu sagen will. Also als erstes: Es ist einfach grandios (dass ich das denke, wäre euch bis hierhin wahrscheinlich gar nicht aufgefallen… haha.). Und als zweites: Es ist so grausam! Dieses Ende… Inzwischen sollte ich von den vorherigen Bänden die fetten Cliffhanger am Ende gewohnt sein, aber trotzdem hat mir dieses Ende (mal wieder) mein armes kleines Herz zerrissen. Und ich dachte bei den vorherigen Büchern schon immer, ein schlimmeres Ende kann nicht mehr kommen. Und dann hat die gute Frau Armentrout immer noch eins oben drauf gesetzt. (Wieso um alles in der Welt tut sie das?) Aber gut, dann fang ich jetzt einfach mal an, euch ein bisschen darüber aufzuklären, warum mich dieses Buch so begeistert. (Abgesehen von dem Cover natürlich, welches wirklich wieder wunderschön geworden ist!)

Als erstes ist da natürlich wieder der wundervolle Schreibstil von Jennifer L. Armentrout. Sie schafft es immer wieder, die Situationen so zu beschreiben, dass alles total echt wirkt, so als würden die Figuren gleich aus dem Buch heraus klettern und durch’s Zimmer spazieren oder sich neben einem auf die Couch setzen. (Leider ist das bisher noch nicht vorgekommen, aber ich hätte auch nichts dagegen, wenn Daemon plötzlich hier neben mir sitzen würde. Hehe.) Auch an Ironie und Sarkasmus hat die Autorin diesmal wieder nicht gespart. Ich finde, das ist ein wichtiger Teil, der diese Geschichte ausmacht. Denn ohne die schlagfertigen Wortgefechte zwischen Katy und Daemon wäre das Buch einfach nicht komplett. Auf jeden Fall schafft diese Frau es, in jeder Situation die richtigen Worte zu finden und zwar so, dass es nie langweilig wird.

Ich fand Origin zudem viel besser als Opal, denn der Band kam mir damals vor wie ein Übergang von Band 2 zu Band 4. Ich finde, das hat Origin definitiv wieder wett gemacht und da hat sich der etwas langatmige „Übergangsband“ vollkommen gelohnt. Ich habe zwar ein bisschen für das Buch gebraucht, vor allem am Anfang, aber das lag gar nicht am Buch sondern daran, dass ich einfach überhaupt keine Zeit hatte. So ab Seite 100 habe ich dann aber alles in einem Rutsch (so gut wie möglich eben) durch gelesen. Man kann einfach gar nicht aufhören mit lesen, da am Ende jedes Kapitels irgendein Mini-Cliffhanger ist, also muss man einfach weiter blättern. Vor allem dann, wenn man einmal richtig im Geschehen drin ist.
Das Buch ist abwechselnd aus Katys und Daemons Sicht geschrieben, was meiner Meinung nach noch ein bisschen mehr Leben in die Geschichte bringt, da man dadurch auch mal etwas von Daemons Gedanken und Gefühlen erfährt.

Am Anfang hatte ich die Befürchtung, das Buch würde irgendwie eintönig werden, weil Katy bei Daedalus war und Daemon nicht bei ihr, doch diese Befürchtung wurde zum Glück nicht Wirklichkeit. Die Geschichte strotzt nur so vor Abwechslung. Sie hat genau die richtige Mischung aus der Liebe zwischen Katy und Daemon, Action und Geheimnissen, und zwar nicht nur, was Daedalus angeht. Zudem entstehen dauernd Situationen, in denen sich die Frage stellt, wem man trauen kann und wem nicht und immer wieder passieren Dinge, die man vorher nie erwartet hätte. Zumindest ging es mir so. Das war auch der Grund, wieso ich mal wieder andauernd mit offenem Mund vor dem Buch saß, oder kopfschüttelnd auf die Seiten starrte und immer wieder den Satz „Waaaas? Das ist jetzt grade nicht wirklich passiert, oder?“, dachte. Eine Sache kann man meiner Meinung nach aber voraussehen, wenn man vorher ein bisschen aufmerksam gelesen hat. Welche das ist, verrate ich natürlich nicht. :-D Um es kurz zu sagen: Es sind wieder viele Momente in denen man mitfiebert und sich wunderbar aufregen kann (im positiven Sinne), wieder oft „Aaaah wie süß!“-Momente und wieder viele „Ach du heilige…“-Momente.

Jetzt muss ich aber auch noch unbedingt etwas zu den Figuren sagen. Ich kann hier eigentlich nicht von vielen reden, denn dadurch wäre zu viel vorweg genommen. Aber ich finde, dass wieder alle Charaktere super ausgearbeitet wurden. Die Leute, die bei Daedalus arbeiten, haben alle so ihren eigenen Charakter und auch alle anderen, die vorkommen, zeichnet irgendetwas besonders aus. Sei es Luc, den vermutlich keiner wirklich versteht und der anscheinend Verbindungen nach überall hat oder sei es Archer, der so unnahbar und doch in irgendeiner Weise sympathisch erscheint.
Aber hauptsächlich liegt das Augenmerk natürlich wieder auf Katy und Daemon. Katy ist eine tolle Protagonistin, die sich selber immer treu bleibt. Auch in der tiefsten Krise bleibt sie stark und man kann sie meiner Meinung nach total nachvollziehen. Sehr gefehlt haben mir ihre Bücher und ihr Blog, wahrscheinlich, weil mir das genauso fehlen würde. Und natürlich war es schrecklich zu lesen, wie sie Daemon vermisst.
Auch der ist sich selber treu geblieben. Er ist weiterhin unverschämt und vorlaut, so wie wir ihn alle kennen und lieben. Gleichzeitig ist er aber auch total fürsorglich und immer unglaublich süß zu Katy. Da kriegt man direkt selber Herzklopfen.
Ein bisschen gestört hat mich, dass die beiden jeden zweiten bis dritten (Achtung, Hyperbel!) Kuss als total besonders und anders als alle anderen Küsse zuvor beschreiben. Doch trotzdem ist die Liebe zwischen den beiden einfach zum dahinschmelzen. Theatralische Seufzer und verträumtes Umherschauen in der Gegend inbegriffen.
Am besten finde ich an den beiden, dass trotz all der Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, weder sie noch die Geschichte ihren Witz und Charme verlieren.

Fazit:

Es tut mir leid, dass diese Rezension so unglaublich lang geworden ist. Außerdem habe ich das Gefühl, sie ist total durcheinander. Aber ich glaube, auch wenn ich sie morgen oder in drei Tagen oder von mir aus auch in zwei Wochen geschrieben hätte, hätte sie genauso ausgesehen. Denn Origin ist einfach ein Buch, bei dem man mit Emotionen um sich werfen darf/muss. Die Geschichte ist spannend, die Figuren toll und die Ereignisse überschlagen sich an manchen Stellen, allerdings nie so sehr, dass man nicht mehr mitkommt. Es ist eine tolle Mischung aus Action, Spannung und Liebesgeschichte, wobei alle Elemente irgendwie verkettet sind und somit nie nur das eine oder nur das andere vorkommt. Der vierte Band dieser Reihe konnte mich einfach total überzeugen und darum erhält er von mir

von 5

Origin:

446 Seiten, 19,99€ (Gebunden), 13,99 (E-Book), erschienen bei Carlsen

3 Sterne · Rezensionen

OPAL. SCHATTENGLANZ – Jennifer L. Armentrout

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ACHTUNG!
Bei Opal handelt es sich um die Fortsetzung von Obsidian und Onyx. Wer die ersten beiden Teile also noch nicht gelesen hat, sollte diese Rezension mit Vorsicht genießen (oder lieber gar nicht), da einige Spoiler für die anderen Bände darin vorkommen werden.


Die Geschichte

Auf den ersten Blick wirkt alles perfekt. Dawson ist zurück und Katy und Daemon haben endlich zueinander gefunden. Während Katy sich am liebsten ganz auf ihre Beziehung mit Daemon konzentrieren würde, muss dieser seinen Bruder Dawson in Schach halten, der seine große Liebe Bethany unbedingt retten will, die noch immer von Daedalus gefangen gehalten wird. Unterdessen verkriecht sich die sonst so lebensfrohe Dee und gibt Katy die Schuld an Adams Tod. Als plötzlich auch noch Blake wieder auftaucht und Katy und Daemon einen Deal vorschlägt um Bethany zu befreien, ist das Chaos perfekt. Die beiden sind unsicher, ob sie Blakes Hilfe annehmen und ihm trauen sollen, sehen allerdings auch keine andere Möglichkeit. Jedoch wissen sie nicht, welche Gefahren auf dem Weg zum Ziel lauern…

Meine Meinung

Nachdem ich Onyx beendet hatte, musste ich natürlich sofort mit Opal beginnen um zu erfahren, wie es nun nach Dawsons Rückkehr weitergeht. Im Gegensatz zum ersten und zweiten Band habe ich für den dritten Teil allerdings ziemlich lange gebraucht, was nicht nur an Zeitgründen lag. Opal hat mich einfach nicht so sehr gefesselt wie seine beiden Vorgänger und ich muss leider sagen, dass dies bisher der schwächste Band der Reihe ist.

Einerseits ist es ja schön und gut, dass Katy und Daemon endlich zueinander gefunden haben, aber ich fand es sehr schade, dass es dadurch die ewigen Kabbeleien, die mich in den beiden anderen Bänden so begeistert hatten, nicht mehr gab. Daemon spielt sich zwar nach wie vor auf, aber Katy findet das entweder lustig oder sie bricht direkt einen richtigen Streit vom Zaun. Trotzdem fand ich es spannend, wie sich die Beziehung zwischen den beiden entwickelt, vor allem durch die Situation im Buch, durch die die beiden kaum Zeit füreinander haben.

Was mir sehr gefallen hat war, dass Dee nach etwa der Hälfte des Buches wieder eine größere Rolle spielte, denn in Onyx hatte sie doch sehr gefehlt und nachdem sie nach Adams Tod auch noch Katy aus dem Weg ging, hinterließ das in Opal irgendwie eine Lücke. Doch sobald sie wieder präsenter wurde, merkte man das der Geschichte sofort an, auch wenn Dee sich sehr verändert hat, was ihr aufgrund der Geschehnisse aber auch nicht zu verdenken ist.
Über Blake habe ich mich natürlich wieder ziemlich aufgeregt, aber diesmal stand er immerhin nicht zwischen Katy und Daemon, aber mögen tue ich ihn deswegen trotzdem nicht, auch wenn er in manchen Momenten plötzlich ganz nett schien.

Das Vorhaben, Bethany zu befreien, steht in Opal ganz klar im Vordergrund. Allerdings überschlagen sich die Ereignisse ziemlich, was aber auch nötig ist, da das Ganze sich sonst noch länger ziehen würde, als es meiner Meinung nach sowieso tat. Das Buch ist nicht langweilig, aber es „flutscht“ einfach nicht so wie die ersten beiden Bände, was ich etwas schade fand, denn dadurch habe ich es eben nicht so schnell gelesen. Am Ende wartet einer der fiesesten Cliffhanger, den ich je in einem Buch gelesen habe. Und Origin kommt erst im Dezember… *heul* 

Der Schreibstil von Jennifer L. Armentrout gefällt mir nach wie vor sehr gut, allerdings sind in der Übersetzung auch ziemlich viele Kommas abhanden gekommen. Leider waren das nicht die einzigen Fehler im Buch. So stand an einer Stelle zum Beispiel Haustier statt Haustür und an einer anderen wurden die Namen von Daemon und Dawson vertauscht, sodass Daemon plötzlich Selbstgespräche führte. Allerdings kann die Autorin ja nichts dafür, wenn in der Übersetzung so viele Fehler sind. Ich fand sie beim Lesen aber leider ziemlich störend.

An sich kann man nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Es ist definitiv bisher das schwächste Buch der Reihe (ich hoffe auch, dass das so bleibt!), aber ich betrachte es nun einfach als die Fortsetzung von Obsidian, die es ja nun mal ist. Es würde mir also ziemlich wehtun, diesem Buch Sterne abzuziehen. Drei Sterne will ich ihm auf keinen Fall geben, denn dafür war es dann doch irgendwie zu gut, aber vier wären zu viel, da ich einige Kritikpunkte habe. Darum gebe ich Opal:

½ von 5

Opal:
464 Seiten, 19,99€ (Gebundene Ausgabe), 14,99€ (Kindle-Edition), erschienen bei Carlsen

5 Sterne · Rezensionen

ONYX. SCHATTENSCHIMMER – Jennifer L. Armentrout

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ACHTUNG!
Bei Onyx handelt es sich um die Fortsetzung von Obsidian. Wer den ersten Teil also noch nicht gelesen hat, sollte diese Rezension mit Vorsicht genießen (oder lieber gar nicht), da einige Spoiler für den ersten Band darin vorkommen werden.


Die Geschichte

Nachdem die Arum besiegt sind und Daemon Katy geheilt hat, hält eine ganz besondere physische Verbindung die beiden zusammen. Darum ist Katy auch der festen Überzeugung, dass Daemons Gefühle für sie nicht echt sein können, sondern nur mit dieser Verbindung zusammenhängen. Also versucht sie alles, um ihre eigenen Gefühle für den gutaussehenden Alien zu unterdrücken, obwohl Daemon alles tut, um Katy davon zu überzeugen, dass er es ernst mit ihr meint. Plötzlich bemerkt Katy, dass sie – genau wie die Lux – Gegenstände bewegen kann, allerdings völlig unkontrolliert und immer wieder passiert es ihr in aller Öffentlichkeit. Eine Gefahr für sie und ihre außerirdischen Freunde, denn die Menschen dürfen auf gar keinen Fall von den Lux erfahren. Doch die ganze Sache wird immer verwirrender für Katy. Sie erfährt, dass das Verteidigungsministerium eine größere Gefahr für sie und die Lux darstellt, als sie bisher angenommen hatte und auch das Geheimnis um den Tod von Daemons und Dees Bruder Dawson scheint noch nicht gelöst. Zu allem Überfluss taucht auch noch der neue Mitschüler Blake auf, der von Anfang an Interesse an Katy zeigt. Daemon jedoch kann den Neuen nicht ausstehen und warnt Katy, er sei eine Gefahr für sie. Doch Katy will nicht auf Daemon hören. Als die Sache allerdings immer verzwickter wird, weiß sie gar nicht mehr, wem sie trauen kann … und wem nicht.

Meine Meinung

Nachdem Obsidian, der Vorgäner von Onyx, ein echtes Highlight für mich war, hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an dieses Buch. Und ich muss sagen: Sie wurden erfüllt. Bereits nach drei Tagen war ich damit fertig und ich war schon wieder wirklich begeistert. Ich war auf jeder Seite total gespannt, was als nächstes passiert, denn in diesem Buch überschlagen sich die Ereignisse einfach – vor allem zum Ende hin. Normalerweise finde ich das immer ein wenig anstrengend, weil man oft nicht mehr hinterher kommt, aber in diesem Fall war es genau die richtige Portion. Vor allem das immer schwankende Verhältnis zwischen Katy und Daemon war wieder genauso spannend und fesselnd wie im ersten Band. Besonders aufgeregt habe ich mich immer, wenn Katy wieder der Meinung war, Daemon wolle nur wegen der Verbindung zwischen ihnen mit ihr zusammen sein. Einerseits konnte ich Katy verstehen, immerhin war Daemon in der Vergangenheit nicht wirklich nett zu ihr gewesen, aber andererseits bin ich jedes Mal fast vom Sessel/aus dem Bett/von der Couch gefallen, wenn sie ihn wieder abgewiesen hat. Ich dachte mir immer nur Dinge wie: „Mädchen! Jetzt stell dich nicht so an und hör gefälligst auf, deine Gefühle für diesen Typen zu leugnen!“ Noch schlimmer wurde es, als Blake in der Geschichte auftauchte und sich an Katy ran machte. Ihn hätte ich am liebsten von Anfang an mit einem Tritt in den Po aus dem Buch katapultiert, da er mir zwischen Katy und Daemon im Weg war.

In Onyx kommt es zu ziemlich vielen Enthüllungen, auf die es bei mir zwei Reaktionsweisen gab. Entweder ich hatte mir vorher schon so etwas gedacht oder mir fiel die Kinnlade herunter und ich dachte mir nur: „Waaaaas?!“. Da meist die zweite Version der Fall war, kann ich definitiv sagen, dass das Buch voller Überraschungen ist, was auch ein Grund ist, weswegen ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Dauernd stellen sich neue Fragen, auf die man die Antwort wissen will und wenn man diese erhalten hat, ist schon das nächste aufregende Ereignis in vollem Gange.

Was ich ein wenig schade fand war, dass Dee im zweiten Band etwas vernachlässigt wurde. Das wurde sie nämlich meiner Meinung nach nicht nur von Katy, sondern auch von der Autorin. Wenn sie erwähnt wurde, knutschte sie meistens mit ihrem Freund Adam, aber sie hatte keine so große Rolle mehr wie in Obsidian. Da mir Dee aber schon im ersten Band sehr ans Herz gewachsen ist, hätte ich mir gewünscht, dass ihr auch in Onyx ein bisschen mehr Beachtung geschenkt wird.

Auch wenn es diesen kleinen Kritikpunkt gibt, finde ich auch Onyx ein rundum super gelungenes Buch und darum bekommt es von mir

★★★★★ von 5

Onyx:
464 Seiten, 19,99€ (Gebundene Ausgabe), 13,99€ (Kindle-Edition), erschienen bei Carlsen

5 Sterne · Rezensionen

OBSIDIAN. SCHATTENDUNKEL- Jennifer L. Armentrout

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Die Geschichte

Katy ist 17 Jahre alt und gerade mit ihrer Mutter von Florida in ein winzig kleines Örtchen in West Virginia gezogen. Am liebsten würde sie den verbleibenden Teil der Sommerferien damit verbringen, Bücher zu lesen und diese in ihrem Blog zu rezensieren, was sich jedoch als schwierig gestaltet, da sie in dem neu bezogenen Haus noch kein Internet hat. Also beschließt sie, sich ihren Nachbarn, die im gleichen Alter sind wie sie, vorzustellen. Schnell freundet sie sich mit der hübschen Dee an, doch Daemon, Dees Bruder, scheint ein Problem mit Katy zu haben.Bereits als er ihr zum ersten Mal die Tür öffnet, ist er sichtlich abgeneigt und versucht, Katy und Dee wieder auseinander zu bringen. Dee jedoch will sich dies nicht gefallen lassen und zwingt ihren Bruder dazu, Zeit mit Katy zu verbringen. Diese ist zunehmend fasziniert von dem gutaussehenden „Arschloch“, beschließt jedoch, ihn genauso blöd zu finden, wie er sie. In manchen Momenten allerdings erkennt Katy durch die kalte auch eine warme Seite an Daemon, die ihn schon fast sympathisch erscheinen lässt und die Katy wie magisch anzieht, was sie jedoch niemals zugeben würde. Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto seltsamer kommt ihr der unfreundliche Nachbar vor. Außerdem geschehen beunruhigende Dinge direkt in ihrer Umgebung. Über dem kleinen Örtchen in den Bergen scheint ein Geheimnis zu liegen, welches es zu lüften gilt.

Meine Meinung

Obsidian ist aus zwei Gründen ein besonderes Buch für mich. Zum einen, weil ich es von meiner besten Freundin bekommen habe, die es durch einen total süßen Beitrag über unsere Freundschaft bei einem Gewinnspiel für mich gewonnen hat. Zum anderen war es nach langer Zeit das erste Buch, was ich wirklich mit großer Freude gelesen habe. Nachdem ich monatelang immer nur zwischendurch mal in irgendeinem x-beliebigen Buch geblättert habe (zumindest kann ich mich nur an eine einzige Ausnahme erinnern, als ich im letzten Jahr ein komplettes Buch innerhalb von zwei Tagen las), war Obsidian der perfekte „Wiedereinstieg“. Das Buch ist mit seinen knapp 400 Seiten weder zu lang noch zu kurz und ist auf keiner dieser Seiten auch nur ansatzweise langweilig. Von Anfang an bilden die amüsanten Kabbeleien und Streitereien zwischen Katy und Daemon einen wichtigen Teil der Geschichte, was der gesamten Story immer eine gewisse Spannung verleiht, da man nie weiß, was als nächstes zwischen den beiden passiert und was sie sich diesmal an den Kopf werfen. An manchen Stellen hätte ich Daemon am liebsten selbst meine Meinung gesagt, denn man kann sich beim Lesen richtig schön über ihn aufregen. Ich finde, Katy ist eine sehr angenehme Protagonistin und nicht die übliche graue Maus, die plötzlich zur Heldin wird, wie es ja in vielen Büchern üblich ist. Vermutlich denke ich aber auch deswegen so positiv über sie, weil auch sie Bücher liebt und ebenfalls einen Blog führt. (Übrigens war ihre Begeisterung für eben diesen einer der Gründe dafür, dass ich mir ganz fest vorgenommen habe, meinen eigenen Blog mal wieder regelmäßiger zu führen und nicht so verwahrlosen zu lassen.) Auch die liebenswürdige Dee habe ich ganz schnell in mein Herz geschlossen. Den Schreibstil von Jennifer L. Armentrout empfinde ich als sehr angenehm, man könnte theoretisch auch das ganze Buch in einem Rutsch lesen.

Wie man vermuten kann, handelt es sich bei Obsidian um einen Fantasyroman, wovon ich sonst eher nicht so angetan bin. (Im Moment ist es allerdings ziemlich schwierig, überhaupt etwas anderes als Fantasy im Buchladen zu finden.) Aber zum einen ist Obsidian zu Anfang noch kein Fantasybuch und spielt zum Glück auch nicht in einer anderen Welt, weswegen das Ganze für mich okay ist und zum anderen ist das Buch einfach so wundervoll geschrieben, dass ich es gar nicht hätte abbrechen können. Vor allem das Verhältnis zwischen Katy und Daemon hat mich immer wieder motiviert weiterzulesen und ich musste am Ende auch direkt mit Band zwei (Onyx) anschließen, um nicht völlig verrückt zu werden. Ein Glück habe ich Opal, also den dritten Band der Reihe, auch noch zu Hause liegen. Auf Origin muss ich dann leider noch bis zum Winter warten… :(

Weil Obsidian für mich einfach rundum gelungen wirkte und ich auch an keiner Stelle das Gefühl hatte, dass da „einfach irgendetwas geschrieben wurde, damit da was steht“, bekommt dieser Roman von mir

★* von 5

Obsidian:
400 Seiten, 18,90€ (Gebundene Ausgabe), 12,99€ (Kindle-Edition), erschienen bei Carlsen