4 Sterne · Rezensionen

BAD ROMEO & BROKEN JULIET – Leisa Rayven

bad-romeo-broken-julietIch reibe mir wieder die Augen. „Mann, Ruby, nein. Wir passen einfach nicht zueinander. Wir sind wie Öl und Essig. Egal, wie lange man uns schüttelt, wir werden uns nie miteinander verbinden.“
„Cassie.“ Sie setzt sich gerade hin, als wollte sie mir eine große Weisheit verkünden. „Du vergisst dabei, dass, auch wenn sich Öl und Essig nicht verbinden, sie trotzdem eine ausgezeichnete Salatsoße ergeben.“
– Wohin du auch gehst: S. 142

Die Geschichte:

Cassandra Taylor und Ethan Holt. Sie sind das Bühnentraumpaar schlechthin, der perfekte Romeo und die perfekte Julia. Doch hinter der Bühne sieht es ganz anders aus. Die beiden lernen sich bei den Aufnahmeprüfungen zu ihrem Schauspielstudium kennen und von Anfang an ist es irgendwie seltsam zwischen ihnen. Cassie würde Ethan gerne besser kennenlernen, doch er scheint undurchschaubar. Im einen Moment ist er zuvorkommend und freundlich, doch im nächsten ist er abweisend und launisch. Trotzdem kommt es, dass die beiden immer wieder zueinanderfinden. Doch ihre Beziehung ist alles andere als einfach und ihr Ende scheint kein gutes zu sein.

Drei Jahre danach ist Cassie regelrecht geschockt, als Ethan ihr plötzlich als Partner für ein neues Bühnenstück vorgestellt wird. Schnell fällt ihr auf, dass ihr Exfreund sich ziemlich verändert hat. Und noch schneller bemerkt sie, dass sich an ihren Gefühlen für ihn nichts geändert hat. Doch will sie das Risiko einer erneuten Beziehung und einem eventuellen Fiasko nochmals eingehen?

Meine Meinung:

Nachdem ich „Wohin du auch gehst“ und „Ich werde immer bei dir sein“ letztes Jahr zum Geburtstag bekommen habe, wollte ich sie eigentlich die ganze Zeit lesen, habe es aber doch nie geschafft. Als Iri und ich überlegt haben, welches Buch wir denn mal zusammen lesen könnten, haben wir uns dann für diese beiden Exemplare entschieden. Die Cover und Titel sind ja schon mal super, aber auch die Story konnte uns überzeugen.

Ganz am Anfang: JA! Die Bücher sind total klischeehaft. NEIN! Es hat mich nicht wirklich gestört. Denn irgendwie sind sie doch anders. Das fängt schon damit an, dass sie quasi zwei Handlungsstränge haben. Einmal die Vergangenheit, also ab dem Zeitpunkt der Aufnahmeprüfung und einmal die Gegenwart, die sechs Jahre später bei dem Wiedersehen der beiden Protagonisten beginnt. Beide Handlungsstränge sind auf ihre eigene Weise spannend, obwohl man beim ersten ja eigentlich weiß, was passiert. Doch man will trotzdem unbedingt herausfinden, was denn nun am besagten Tag überhaupt passiert ist und wie es dazu kam, dass die Geschichte sich Jahre später eben so entwickelt, wie sie es tut. Das klingt jetzt wahrscheinlich ziemlich kompliziert, aber ihr wisst schon, was ich meine. Die verschiedenen Zeiten haben mich auch eigentlich nicht verwirrt oder so, man wirft die Handlungen auch nicht durcheinander. Was mich gestört hat war allerdings, dass im ersten Band immer „2007“ und „2013“ stand und im zweiten „Gegenwart“ und „6 Jahre zuvor“. Da hätte ich mir gewünscht, dass es einheitlich ist. Ich weiß, das ist Meckern auf hohem Niveau, aber das sind halt auch so Kleinigkeiten, auf die ich achte.

Kommen wir mal zu den Personen.
Cassie ist zum Glück keine ganz so nervig-naive Protagonistin wie manch andere. Allerdings war sie mir am Anfang auch etwas zu versessen darauf, endlich ihre Jungfräulichkeit zu verlieren. Andererseits führt das auch zu wirklich witzigen Situationen, denn teilweise ist Cassie so versessen auf Sex (mit Ethan), dass mit diesem Thema mehrere Seiten ihres Tagebuchs füllt. Blöd nur, dass dieser besagtes Tagebuch plötzlich findet und darin liest, wie Cassie über sein bestes Stück philosophiert… Mit anderen Worten: Cassie tritt auch schon mal in ein richtig dickes Fettnäpfchen. Aber ich finde, man kann bei ihr über die beiden Bücher eine wirkliche Entwicklung erkennen. Aus der Neu-Studentin an der Schauspielschule wird eine erfolgreiche Schauspielerin, die in jedem Theater gerne gesehen ist. Und man merkt auch, wie sich ihre Gefühle für Ethan irgendwie ändern.
Ethan macht ebenfalls einige große Veränderungen durch. Ich fand ihn als männlichen Part eigentlich ganz angenehm. Natürlich ist er aufgrund einer bemitleidenswerten Vorgeschichte ein Bad Boy, aber irgendwie liegt da in der Story nicht das Hauptaugenmerk drauf, was ich sehr angenehm fand.
Auch die anderen Personen fand ich sehr angenehm. Soweit ich mich jetzt erinnere war da niemand, den ich so gar nicht leiden konnte.

Das Beste an diesen Büchern ist einfach mal die Situationskomik. Es gibt einfach ein paar Sachen, die für richtig kräftige Lacher sorgen und wo ich mich nur gefragt habe, wie der Autorin so etwas immer einfällt.

Was ich schade fand, war, dass einige Fehler in den Büchern waren. Ab und zu gab es kleinere Kommafehler oder so, aber auch zwei größere, die Iri und mir aufgefallen sind. Zum einen war das, dass eine Person plötzlich einen anderen Namen hatte als noch 100 Seiten zuvor. Zum anderen stand dort einmal, dass Cassie eine E-Mail auf ihrem Handy öffnet und zwei Seiten später steht da dann, dass sie auf ihren Laptop Bildschirm starrt. Also entweder sie ist zwischendurch in ihr Zimmer gesprintet und hat die Elektronikgeräte getauscht, was dann aber irgendwie in der beschriebenen Handlung fehlen würde, oder aber es ist einfach nur ein Fehlerchen, das sich dort eingeschlichen hat.

Fazit:

Auf den ersten Blick mag die Geschichte total klischeehaft klingen, aber trotzdem haben mir die beiden Bücher echt gut gefallen und ich kann sie auf jeden Fall weiterempfehlen! Ich mochte die Charaktere und die Handlung war meiner Meinung nach sehr kurzweilig. Darum bekommen diese beiden Bücher von mir

von 5

Bad Romeo & Broken Juliet:
Wohin du auch gehst:
496 Seiten, 14,99€ (Broschur), 12,99€ (E-Book), erschienen im Fischerverlag
Ich werde immer bei dir sein:
416 Seiten, 14,99€ (Broschur), 12,99€ (E-Book), erschienen im Fischerverlag

4 Sterne · Rezensionen

KÜSS MICH BEI TIFFANY – Eva Völler

kuss-mich-bei-tiffany

Wenn Dicky solche Zusammenhänge meinte, musste dieser Don aus Neapel ein wirklich übler Bursche sein. Ich setzte mich aufrecht hin. „Was genau ist denn passiert?“
„Es war ein sonniger Frühlingstag.“ Erneut machte Dicky eine kunstvolle Pause, bevor er flüstern fortfuhr: „Der mit einem grausamen Blutbad endete…“
– Küss mich bei Tiffany: S. 29

Die Geschichte:

Emily kann es kaum fassen! Zusammen mit ihrer Oma Gerti und ihrem Freund Pascal fliegt sie für ein paar Tage nach New York! Pascal ist dort auf einer Tagung und Emily und Oma Gerti begleiten ihn. Es ist keine Frage, dass dies ein richtiges Abenteuer werden wird! Doch Emily hätte nicht gedacht, dass dieses nicht nur aus der Reise an sich bestehen würde. Denn im Flugzeug lernt sie Drehbuchautor Dicky kennen, der laut eigener Aussage von der Mafia verfolgt wird. Pascal will all dem keinen Glauben schenken, doch ehe er sich versieht, sind er und seine Kollegin Sarah von Dicky und seiner Verlobten Linda als Bodyguards engagiert worden und befinden sich mit Emily und Gerti im luxuriösesten Luxushotel New Yorks. Doch was ist dran an der Geschichte, die Dicky seinen neuen Freunden aufgetischt hat? Und was hat es mit den plötzliche vertauschten Koffern auf sich? Wem soll Emily glauben und wer tischt ihr Lügen auf?

Meine Meinung:

Ich habe mich sooooo auf dieses Buch gefreut, da der erste Band, „Zeugenkussprogramm“ so toll war. Darum habe ich Band zwei auch direkt am Erscheinungstag bei meinem Buchladen abgeholt und begonnen, zu lesen. Und hier möchte ich euch nun natürlich meine Meinung zu dem Buch auf’s Auge drücken. Da ich nebenher noch ein anderes Buch hatte, was ich mit einer Freundin zusammen gelesen habe, habe ich zwar drei Tage gebraucht, aber trotzdem kann ich sagen, dass das Buch sich unglaublich schnell lesen lässt. Nicht nur, weil man wissen will, wie es nun weitergeht oder wie die Auflösung ist, sondern auch, weil der Schreibstil einfach so gut ist. Die Seiten fliegen nur so dahin.

Aber fangen wir mal mit der Geschichte an. Einfach zu durchschauen fand ich das Ganze ehrlich gesagt ganz und gar nicht. Ein paar Dinge habe ich schon geahnt, aber trotzdem kamen immer wieder unerwartete Wendungen, vor allem gegen Ende. An sich kommt in der Geschichte immer mal wieder etwas Hin und Her vor, das macht die Story zwischendurch ein wenig wirr, aber das hat mich irgendwie überhaupt nicht gestört, denn ich kam sehr gut mit und habe den Überblick behalten können. (Muhaha! Könnte allerdings auch daran liegen, dass ich derzeit „The Mentalist“ schaue und es deswegen gewohnt bin, wirren Handlungssträngen zu folgen… :D)
Das Ende hat mich dann noch einmal richtig aus den Latschen gehauen, auch wenn ich irgendwie nicht so ganz weiß, was ich davon halten soll. Also einerseits denke ich mir so: „JA!!“ und andererseits so: „NEIN?!“. Aber eigentlich glaube ich, mir gefällt das Ende. 😀

Nun zum Stil. Zum Schreibstil habe ich ja schon gesagt, dass er mir gut gefällt und sich das Buch durch ihn sehr leicht und schnell lesen lässt. Aber es gibt auch noch ein paar andere Dinge, die dieses Buch irgendwie aufpeppen. Zum Beispiel gibt es immer wieder Ausschnitte aus Dickys Drehbuch sowie E-Mails von ihm an Linda. Dadurch lassen sich während des Lesens immer wieder Theorien aufstellen, was genau nun die Wahrheit ist. Zudem kann man auch immer mal wieder herzlich lachen, da genau wie in Band eins hier ebenfalls immer wieder Situationskomik eingebaut wurde.

Okay, kommen wir jetzt zu den Personen in diesem Buch.
Als erstes ist da natürlich Emily, die ich wieder als sympathische und aufgeweckte Protagonistin erlebt habe. Sie ist abenteuerlustig und sehr neugierig und will unbedingt herausfinden, was wirklich hinter Dickys Behauptungen steckt. Allerdings fand ich sie im Bezug darauf auch irgendwie etwas leichtgläubig. Ich persönlich würde ja eher den Vermutungen meines Freundes trauen (vor allem, wenn er beim LKA arbeitet…) als der verwirrenden Geschichte eines durchgedrehten Drehbuchautors. Trotzdem mag ich Emmy sehr gerne.
Auch Pascal ist ganz sympathisch, obwohl er mir im ersten Band doch irgendwie besser gefallen hat. Das kann aber auch daran liegen, dass er hier nicht ganz so krass im Vordergrund steht, weil er halt tagsüber immer auf der Tagung ist, wegen der er ja nach New York geflogen ist.
Omi war auch hier wieder meine Lieblingsperson, sie ist einfach total süß und witzig und definitiv die rüstigste alte Dame, von der ich je gelesen habe.
Sarah hingegen mochte ich nicht mehr ganz so gerne wie im letzten Band, denn sie war irgendwie ziemlich zickig.
Der liebe Dicky kam mir von Anfang an irgendwie zwielichtig vor, ich konnte ihn die ganze Zeit nicht so richtig einschätzen, welcher Theorie über ihn ich nun Glauben schenken sollte. Bei einigen anderen Personen ging es mir ähnlich.

Ein bisschen schade fand ich, dass die Beziehung von Emily und Pascal meiner Meinung nach ein wenig zu sehr in den Hintergrund gerückt ist. Sie hatten nie auch mal eine Minute für sich und wenn dann, wurde ihre Ruhe sofort durch ein Klopfen an der Tür gestört. Man hätte den beiden wenigstens ab und zu mal ein bisschen Zeit zum durchatmen geben können. Andererseits war es aber auch gut, dass die Liebe hier mal nicht das Hauptthema war.

Fazit:

Genau wie der erste Band wieder ein sehr gelungenes Buch! Es war toll, mit Emily, Pascal und Oma Gerti in die Metropole New York zu reisen und in die Geschichte um Dicky und die Mafia einzutauchen. Da es an einigen Stellen vielleicht ein bisschen zu verworren war und mir in der Beziehung von Emily und Pascal noch ein bisschen was gefehlt hat, bekommt dieses Buch von mir (genau wie sein Vorgänger übrigens)

von 5

Küss mich bei Tiffany:
400 Seiten, 15,00€ (Hardcover), 11,99€ (E-Book), erschienen im One Verlag

3 Sterne · Rezensionen

GROßE ÄRSCHE AUF KLEINEN STÜHLEN – Benni-Mama

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Jetzt würde ich eine berufstätige Mutter sein, dachte ich. […] Ich wollte endlich wieder ernst genommen werden. Ich wollte wieder sichtbar sein. Doch als ich am ersten Tag mit Ben im Kindergarten auftauchte, fasste mich die resolute Erzieherin Petra am Arm und sagte: »Ah, du bist also Benni-Mama. Kannste Nudelsalat machen? Der fehlt nämlich noch beim großen Bastelbasar nächste Woche.« Seitdem bin ich Benni-Mama. Noch nicht einmal für einen korrekten Genitiv hat es gereicht.
– Große Ärsche auf kleinen Stühlen: S. 16

Die Geschichte:

Nachdem sie nun ein Jahr Vollzeitmama war, will Bens Mama endlich wieder arbeiten. Darum will sie Ben in den Kindergarten schicken – und da beginnen schon die Probleme. Hätte sie doch nur auf ihre Freundinnen gehört und schon vor Bens Geburt angefangen, sich einen Kita-Platz zu suchen. Ganz knapp schafft sie es, noch ein Plätzchen in einer Kita zu ergattern. Doch dort heißt es: Mithilfe bei Sommerfesten, Wandertagen, Putzdiensten, Kinderbetreuung und allem möglichen, was in einem Kindergarten sonst noch so anfällt.
Doch schon bald merkt „Benni-Mama“, wie sie ab jetzt nur noch genannt wird, dass es eine Sache gibt, die viel schlimmer ist als all diese Dinge zusammen: Die Eltern der anderen Kinder. Von iDad, der es nicht schafft, endlich mal die Internetseite der „Wilden Schlümpfe“ fertigzustellen, über Theo-Mama, die im Business-Kostüm zu sämtlichen Events erscheint, bis hin zu Bio-Bärbel, die an jedem Elternabend versucht, das Ernährungskonzept des Kindergartens komplett umzustellen. Mit all jenen muss Benni-Mama sich ab nun herumschlagen. Und das nicht nur an den Elternabenden, wo sowohl Mütter als auch Väter auf viel zu kleinen Stühlen in einer Runde sitzen und sich über sämtliche Themen unterhalten, die für die Kinder vermutlich total irrelevant sind…

Meine Meinung:

So, nachdem ich erst Band 3 und Band 2 gelesen habe, dachte ich mir, ich mache mich nun auch mal an den ersten Teil der Reihe. Allerdings habe ich es nicht gelesen, sondern mir das Hörbuch von meiner Mama geschnappt. Es hat mir eigentlich ganz gut gefallen, sollte aber noch mal ein weiterer Band erscheinen, werde ich den lieber wieder lesen als mir anhören. Wobei ich sagen muss, dass ich Mirja Boes als Sprecherin einfach toll finde.

Auch dieses Buch ist wieder total lustig. Allerdings hat es nicht ganz so eine „Story“ wie zum Beispiel der zweite Band, „Kleine Scheißer in großen Gärten“. Ich fand, es waren zwischenzeitlich eher einzelne zusammengesammelte Teile aus dem Kindergartenalltag. Es geht um verschiedenste Dinge: Die Ernährung der Kinder, Kinderkrankheiten, (sehr spezielle) Wandertage und Kindergeburtstage. Und alle sind sie wieder sehr humorvoll beschrieben und sorgen für den ein oder anderen Lacher. Meiner Meinung nach waren aber leider nicht ganz so große Knaller vorhanden wie in den Folgebänden – vielleicht kommt mir das aber auch einfach nur so vor, da ich es gehören und nicht gelesen habe.

Auf jeden Fall sind auch hier die Personen wieder echt schön ausgearbeitet. Jede (Neben-)Figur hat ihren eigenen Charakter und zeichnet sich durch irgendetwas besonders aus. Bio-Bärbel zum Beispiel ist immer darauf bedacht, alles möglichst natürlich zu halten und hätte am liebsten ein Gemüsebeet und einen Streichelzoo für den Kindergarten. Sie hat mir auch mit am besten gefallen, denn es ist einfach total lustig, wie sie immer wieder versucht, das komplette Ernährungskonzept der Kita umzukrempeln.
Dadurch, dass ich mir nun den ersten Teil als letztes zu Gemüte geführt habe, muss ich allerdings sagen, dass ich Hannah und Pupsi irgendwie vermisst habe. Die Storys, in denen es nicht einfach nur um ein Kind geht, sondern direkt um zwei, von denen immer mindestens eines dauerhaft Mist baut, und einen Hund, bei dem immer wieder in den entscheidenden Momenten Magenprobleme auftreten, sind einfach noch viel amüsanter.

Fazit:

Auch bei diesem Buch kann ich sagen, dass es wieder witzig war, aber die Nachfolger haben mir doch besser gefallen. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass ich es gehört und nicht gelesen habe, das weiß ich jetzt nicht genau. Wer aber gerne solche Geschichten liest, ist hiermit auf jeden Fall gut bedient. „Große Ärsche auf kleinen Stühlen“ bekommt daher von mir

von 5

Große Ärsche auf kleinen Stühlen:
240 Seiten, 8,99€ (Taschenbuch), 8,99€ (E-Book), erschienen bei FISCHER Taschenbuch

Lesemonat

Lesemonat August 2016

Jaa, heute kommt auch mal mein Lesemonat. Und ich habe diesen Monat auf jeden Fall mehr geschafft als in den letzten. Ich muss allerdings gestehen, dass ich auch Hörbücher dazu gezählt habe. Ich weiß, dass das für manche geschummelt ist, für mich aber ehrlich gesagt nicht wirklich, weswegen ich mir auch erlaube, sie dazu zu zählen. Reden wir also nicht lange um den heißen Brei herum, sondern schauen mal, was der Monat so gebracht hat:

August 2016

Insgesamt habe ich 6 Bücher gelesen (eins fehlt leider auf dem Bild) und 2 Hörbücher gehört. Zusammen waren das genau 3000 Seiten, das sind ca. 96,7 Seiten pro Tag. Weiterlesen Lesemonat August 2016

3 Sterne · Rezensionen

KLEINE SCHEIßER IN GROßEN GÄRTEN – Benni-Mama

Kleine ScheißerWährend die Möbelpacker damit beginnen, unsere Kisten auszuladen, stehen wir vier noch etwas ratlos im Wendekreis und blicken uns um – ich mit der bekotzten Hannah auf dem Arm, Ben mit Pupsi an der Leine, der gerade einen für einen Welpen seiner Größe beachtlichen Haufen setzt, und Benni-Papa, der sich das Kinn reibt und nacheinander die Häuser in unserer Nachbarschaft betrachtet.
– Kleine Scheißer in großen Gärten: S. 32

Die Geschichte:

„Ich will ein Haus! Mit Garten! Ohne Nachbarn über und unter uns! Und die Nachbarn rechts und links sollen bitte genauso durchschnittliche Eltern sein wie wir!“ (S. 18) – das sind die Worte, die Benni-Mama eines Abends zu ihrem Mann sagt. Und der ist von der Idee ganz angetan, denn er hat ein tolles Angebot für ein Häuschen in der Vorstadt bekommen, also genau das, was Benni-Mama sich gewünscht hat. Und so kommt es, dass die Familie ihr Hab und Gut zusammenpackt und sich zusammen mit ihrem neuen Familienmitglied Pupsi, einem kleinen Labrador Welpen, auf in ein neues Leben macht. Das Leben im Wendehammer.

Doch Benni-Mamas Wunsch, dass die neuen Nachbarn einfach ganz normale Leute sind, scheint nicht erhört worden zu sein. Denn ihr neues Umfeld ist alles andere als gewöhnlich. Da sind nicht nur die stinkreichen Königs, die sich fast täglich über Pupsi aufregen, nein, da sind auch noch Koi-Karsten und Koi-Kerstin, die für ihre Fische absolute Ruhe brauchen. Des weiteren tummeln sich die USA Fans schlechthin sowie Familie Liebmann, bei denen aller perfekt zu sein scheint, in der Straße. Und was in der Nachbarschaft anfängt, zieht sich auch bis in die Krabbelgruppe, die Benni-Mama zusammen mit Töchterchen Hannah besucht. Dort scheint ein ewiger Kampf zwischen den Ureinwohnern und den Zugezogenen zu herrschen.

Zudem scheint man in der Vorstadt ohne Auto (denn das braucht ja ihr Göttergatte um zur Arbeit zu gelangen) quasi total aufgeschmissen zu sein. Doch zum Glück gibt es ja Onlineshopping und den netten gutaussehenden Simon vom DHL, der im ganzen Wendehammer vor allem bei den Frauen beliebt ist.

Meine Meinung:

Da ich jetzt ja schon mit dem dritten Band die Reihe begonnen habe, dachte ich, kann ich sie auch komplett verkehrt herum weiterlesen. Das hier ist also das zweite Buch von Benni-Mama und auch diesmal habe ich wieder gut lachen müssen.

Alles beginnt damit, dass Benni-Mama endlich aus der Großstadt raus will. Das liegt unter anderem an den anderen Müttern, die sie nerven. Die Familie zieht also in die Vorstadt. Und da wird es dann erst richtig spannend… und außerdem ziemlich lustig. Benni-Mama nimmt auch in diesem Buch den Alltag (einer Mutter) auseinander und fischt aus allem, was täglich passiert, etwas lustiges. Die Handlung ist eigentlich gar nichts besonderes (na gut, das Ende ist etwas … unwahrscheinlich, aber egal :D), was diese Bücher aber einfach ausmacht, die davon leben, keinen „richtigen“ Handlungsstrang haben, sondern einfach den Alltag widerzuspiegeln – und der ist nun mal nicht so spektakulär, aber trotzdem manchmal zum schreien komisch.

Auch in diesem Buch gibt es wieder Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch perfekt ins Bild passen. Der Teil wird jetzt ein bisschen länger, aber die Personen sind das Wichtigste in dieser Geschichte.
Als erstes sind da natürlich Benni-Mama und Benni-Papa mit Ben und Hannah sowie dem Labrador Pupsi. Eine ganz normale Familie, die ihr Glück in der Vorstadt sucht. Vor allem Benni-Mama ist durch ihre Selbstironie sehr sympathisch. Für die größten Lacher sorgt meist Pupsi und Hannah, die beide scheinbar nur Unsinn im Kopf haben. Dass ihre neuen Nachbarn jedoch keine ganz normalen Leute sind, wie sie es sich gewünscht hätte, fällt auch Benni-Mama relaiv schnell auf.
Da wären zum Beispiel Blockhaus-Dany und Blockhaus-Samy mit ihrem Sohn Jack, die im Vorstadtviertel ihren ganz eigenen American Dream leben und daran auch ihre Nachbarn teilhaben lassen.
Hinter einer perfekt gestutzten Buchsbaumhecke befindet sich das Haus von Familie König. Frau König hat viel damit zu tun, die Kinder rechtzeitig beim Oboen- und Reitunterricht abzuliefern oder sie Vokabeln abzufragen. Hat sie aber doch mal ein paar Minuten übrig, nutzt sie diese meist dafür, sich über Pupsi aufzuregen, der gerne mal abhaut und sich in den (Vor-)Gärten der Nachbarn amüsiert.
Des weiteren leben im Wendehammer noch Koi-Karsten und Koi-Kerstin. Die beiden haben ein Faible für die japanische Lebensweise. Karsten hat sich voll und ganz seiner Koi-Zucht verschrieben und Kerstin ist dem Feng-Shui verfallen und versucht, diese Methode auch in der Nachbarschaft zu verbreiten.
Dann sind da noch die Liebmanns. In ihrem Schwedenhäuschen scheinen sie das perfekte Leben zu leben. Frau Liebmann hat die Angewohnheit, alles zu verniedlichen. So sind ihre beiden Zwillingstöchter (die übrigens wirklich gruselig sind) ihre „Kleinis“ und in ihrem Garten pflegt sie die „Blumis“. Doch plötzlich beginnt die Fassade dieser perfekten Familie zu bröckeln und es passiert etwas, das niemals jemand erwartet hätte.
Zu guter Letzt gibt es auch noch Bauer Hansen, dem das Land, auf dem die Häuser stehen einst gehörte und der sich nun über die neuen Nachbarn freut… vor allem, da diese ihm bestimmt bei der Suche nach einer Frau im Internet behilflich sein können.
Die Zusammenstellung der Personen ist einfach super gelungen. Denn dadurch, dass diese total unterschiedlichen Leute gar nicht zusammen passen, passt es wieder perfekt.
Ganz toll ist übrigens auch die Krabbelgruppe. Das würde ich an dieser Stelle zwar unglaublich gerne mit einem Zitat verdeutlichen, aber das würde den Rahmen sprengen.

So. Kommen wir mal zum Schreibstil. Der ist (wie zu erwarten) locker und leicht. Die Witze reihen sich zwar nicht aneinander, aber trotzdem ist das Buch unglaublich unterhaltsam und es entsteht immer wieder Situationskomik gepaart mit sarkastischen Bemerkungen von Benni-Mama. Dadurch dass es nicht sehr dick ist, ist es ein leichtes, es an einem Tag komplett zu lesen.

Fazit:

Für alle, die Bücher in diese Richtung mögen: Lest es! Auch wenn ihr keine Mutter seid (bin ich ja auch nicht :D) wird euch dieses Buch zum Lachen bringen. Es hat mir wirklich gut gefallen, allerdings fand ich es nicht ganz so gut wie den Nachfolger „Große Ärsche im Klassenzimmer“. Deswegen bekommt dieses Buch von mir

½ von 5

Kleine Scheißer in großen Gärten:

227 Seiten (+ 10 Seiten Lesprobe), 9,99€ (Taschenbuch), 9,99€ (E-Book), erschienen im Fischer-Verlag

3 Sterne · Rezensionen

GROßE ÄRSCHE IM KLASSENZIMMER – Benni-Mama

Große Ärsche im Klassenzimmer.JPGWer war das denn?“, frage ich.
Das war Axel. Sein Sohn ist auch bei Frau Horst. Netter Typ, aber total merkwürdig. […] Und du? Auch schon jemanden kennengelernt?“
Ja, Helikopter-Helga und ihren Mann, zwei Waldis mit einem Kind namens Momo und einer kompostierbaren Schultüte, HochbeGabi, die Mutter einer offenbar sehr leistungsbereiten Luisa und dann noch eine ziemlich scharfe Jenny im Minirock […].“
– Große Ärsche im Klassenzimmer: S. 44

Die Geschichte:

Da dachte Benni-Mama gerade, ihr Erstgeborener sei aus dem Gröbsten raus, da bemerkt sie, dass es in der Schule keinesfalls besser wird. Der Stress beginnt mit dem Besuch bei der Schulärztin, geht weiter mit der leidlichen Frage, welcher Schulranzen der richtige für den kleinen Sohn ist, und ist beim Pausenbrote schmieren (wahlweise kurz vor oder kurz nach Sonnenaufgang) noch längst nicht zu Ende. Das Schlimmste jedoch sind die Eltern der anderen Kinder. Nicht nur Heli-Helga, nein, auch HochbeGabi und Proll-Jenny machen einem das Leben schwer. Logisch, dass Benni-Mama nicht verschont bleibt und sich prompt beim ersten Elternabend versehentlich zur stellvertretenden Elternvorsitzenden wählen lässt.
Was tut man also, wenn man sich plötzlich als Pippi Langstrumpf verkleidet beim Hindernislauf wiederfindet und der sonst so gesprächige Sohn mit Eintritt in die Schule immer wortkarger wird und auf die Frage, wie es denn heute in der Schule gewesen sei, stets nur mit „gut“ antwortet? Am besten… so tun, als wäre das alles ganz normal und bloß nicht ausrasten, wenn der Hund beim Krippenspiel mitten auf die Bühne kotzt…

Meine Meinung:

Eigentlich ist „Große Ärsche im Klassenzimmer“ bereits das dritte Buch von Benni-Mama. Seine Vorgänger sind „Große Ärsche auf kleinen Stühlen“ und „Kleine Scheißer in großen Gärten“. Die beiden Bücher habe ich vorher zwar nicht gelesen, wusste aber von meiner Mutter, dass sie total lustig sind. Da man die drei Geschichten auch unzusammenhängend lesen kann, habe ich also dieses hier als Rezensionsexemplar beim Fischer-Verlag angefragt und zugesendet bekommen. Vielen Dank für die Bereitstellung!

Die Geschichte ist einfach mega witzig und Benni-Mama nimmt hier wirklich die Schuleinführung und das ganze Drumherum komplett auseinander. Dabei nimmt sie nicht nur die anderen Eltern sondern auch sich selbst gewaltig aufs Korn. Vor allem Leute, die selber Kinder in dem Alter haben, werden darüber herzhaft lachen können. Aber auch für mich, die durch ihre zwei kleinen Geschwister auch noch ein bisschen was in Richtung Grundschule usw. mitbekommt, war es sehr amüsant, das so zu lesen. Es gibt viele lustige Situationen – manche davon sieht man voraus, andere hingegen würde man definitiv nicht erwarten. Kurz gesagt: Wer (ein bisschen) lachen will, und vielleicht sogar selber öfter mal was mit dem Thema Kinder in der Grundschule zu tun hat, sollte das Buch unbedingt lesen.

Ich beginne mal beim größten Posten und recherchiere kurz im Internet, was denn so ein Schulranzen eigentlich kostet. Daraufhin muss ich zweimal trocken schlucken und greife schließlich zum Telefonhörer.
„Hallo Mutter, ich bin’s. Du, Ben braucht ja noch einen Schulranzen, und ich dachte: Wäre es nicht schön, wenn du ihm den schenkst?“

– S. 21/22

Die verschiedenen Personen sind einfach nur der Knaller.
Einmal ist da natürlich Benni-Mama, die versucht, alles so gut wie möglich zu meistern und es ihrem Sohn möglichst angenehm machen will. Nachdem sie durch ein Missverständnis nicht nur zur stellvertretenden Elternsprecherin gewählt wurde, sondern auch noch in einem grässlichen Kostüm an einem Hindernislauf teilnehmen muss, nimmt sie sich vor, sich ab und an ein wenig zurückzuhalten.Ob ihr das so ganz gelingen mag, ist allerdings die andere Frage… In jedem Fall ist sie eine sehr sympathische Person, die auch eine gewisse Eigenironie besitzt. Und ich glaube, dass sich so ziemlich jede Mutter mit ihr identifizieren können wird.
Aber auch die anderen Personen sind einfach nur genial.
Zuerst ist da natürlich die Klassenlehrerin Frau Horst, die auf Elternabenden mit einer goldenen Trillerpfeife für Ruhe sorgt. Einige Eltern drohen sogar mit dem Anwalt, falls ihr Kind in ihre Klasse kommt. Doch die Schüler scheinen sie gar nicht so schlimm zu finden…
HeliHelga ist eine richtige Helikopter Mutter, die immer genau wissen will, wie es ihrem Sohn Gustav geht und was er gerade macht. Das Handyverbot in der Schule ignoriert sie dafür nur zu gerne. Außerdem ist sie eine überengagierte Mutter, die die anderen Eltern dazu bringen möchte, sich ebenfalls mehr um ihre Kinder zu sorgen.
Die Waldis wollten ihr Kind eigentlich auf eine Waldorfschule schicken. Da dies nicht geklappt hat, versuchen sie nun, möglichst viele Elemente der Waldorfpädagogik in den Schulalltag einfließen zu lassen. Somit sind sie auch begeistert davon, dass die Kinder am Anfang noch keine Noten bekommen.
Ganz anders ist da HochbeGabi. Die hält von kleinen Aufklebern unter den Arbeiten der Kinder nämlich nichts und ist außerdem der Meinung, die anderen Schüler würden das Leistungsniveau senken, sodass ihre Tochter Luisa nicht vollends ihre Stärken präsentieren kann.
Zu guter Letzt ist da noch Proll-Jenny. Ihr Sohn ist der gefürchtete Killer-Johnny, der auf dem Schulhof mit Schokozigaretten dealt. Auf Elternabenden sitzt sie meist Kaugummi kauend in einem knappen Röckchen auf einem der kleinen Stühle und macht sich über die Sorgen der anderen Eltern lustig.
Die Zusammenstellung der Personen ist einfach grandios. Ich glaube, genau in so einer oder einer ähnlichen Konstellation kann man sie auf jedem Elternabend antreffen.

Die Autorin hat übrigens auch einen tollen Schreibstil, der sehr locker und leicht ist, wodurch sich das Buch schnell lesen lässt. Da die Geschichte mit ihren knapp 200 Seiten auch nicht sonderlich lang ist, kann man sie auch gut zwischen zwei Bücher dazwischen schieben.

Fazit:

Ein tolles Buch, das für einige Lacher sorgt. Definitiv nicht nur für Mütter, sondern auch für alle anderen, die ein lustiges und kurzweiliges Buch lesen wollen. Ich werde auf jeden Fall auch die beiden anderen Bände ins Auge fassen. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, aber da es für mich eher ein „Zwischendurch-Buch“ war, bekommt es von mir wirklich SEHR SEHR GUTE

★ ★ ★ ★ von 5

Große Ärsche im Klassenzimmer:
218 Seiten (+ 22 Seiten Leseprobe), 9,99€ (Taschenbuch), 9,99€ (E-Book)

4 Sterne · Rezensionen

ZIMT & WEG – Dagmar Bach

Zimt und wegMein Name ist Victoria King. Ich bin knapp fünfzehn Jahre alt, gehe in die neunte Klasse der St.-Anna-Privatschule – und ich habe die ziemlich lästige Angewohnheit, von einer Sekunde auf die andere zu verschwinden und an ganz unterschiedlichen Orten wieder aufzutauchen. Einfach so, ohne Vorwarnung. Und meistens genau dann, wenn ich am allerwenigsten darauf gefasst bin.
– Zimt & weg: S. 16

Die Geschichte:

Der einzige Hinweis auf das kommende Verschwinden ist der Zimtduft. Dann weiß Victoria, dass sie in ein paar Sekunden weg sein wird. Wo sie landet, weiß sie nicht genau. Auf jeden Fall scheint es eine Art Parallelwelt zu sein, denn einige Dinge sind sogar genau wie in ihrem eigenen Leben. Die Sprünge dauern zum Glück nie lange, meistens ca. 10 Sekunden. Doch plötzlich werden sie immer häufiger und auch immer länger. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Paulie versucht Vicky, herauszufinden, was genau passiert, wenn sie plötzlich verschwindet.

Doch die mysteriösen Sprünge bringen noch ein weiteres Problem mit sich. Währen Vicky irgendwo anders ist, übernimmt Tori ihre Rolle. Und diese bringt ein ziemliches Chaos mit. Vor allem was Vickys Liebesleben angeht…

Den Trailer zum Buch findet ihr hier:
http://www.fischerverlage.de/mediaplayer/2475591

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich freundlicherweise vom Fischerverlag zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank noch einmal dafür! Als ich das Buch gesehen habe, fand ich es sofort interessant und auch die Beschreibung hat mir zugesagt. Mein Buch ist ein Leseexemplar und somit ein etwas größeres Taschenbuch, im Laden gibt es es allerdings als Hardcover mit transparentem Schutzumschlag zu kaufen – wirklich schön! Das Buch ist der erste Band einer Trilogie. Die weiteren Bücher werden im Abstand von 6 Monaten erscheinen.

Auch die Geschichte hat mir echt gut gefallen. Die Idee ist wirklich cool, auch wenn sie mich am Anfang ein bisschen an Gwendolyns Zeitsprünge in Rubinrot erinnert hat, aber das war nicht weiter dramatisch. Ich fand es sehr unterhaltsam, Vickys Sprünge mitzuerleben. Teilweise gerät sie einfach in total witzige Situationen, was mich immer wieder zum lachen gebracht hat.
Ebenfalls aufgelockert wurde die Geschichte durch Logbucheinträge, die Vicky nach den Sprüngen anfertigt. Diese sollen vor allem Pauline dazu dienen, ein Muster hinter den Sprüngen zu erkennen und somit mehr darüber herauszufinden.

Nicht nur die Geschichte sondern auch die Personen haben mir sehr zugesagt. Vicky ist eine sehr sympathische Protagonistin. Auf den ersten Blick ist sie das ganz normale Mädchen von nebenan – abgesehen natürlich davon, dass sie ab und an mal in einer anderen Welt landet. Doch selbst das meistert sie mit Bravour, verliert dabei aber weder Witz noch Charme. Dass sie mit ihren 15 Jahren eine relativ junge Hauptperson ist, hat mich eigentlich überhaupt nicht gestört, vor allem, da man ihr das eigentlich gar nicht wirklich anmerkt.
Pauline, Victorias beste Freundin, ist ebenfalls eine coole Person. Sie ist die „Forscherin“ und will herausfinden, was es mit den seltsamen Sprüngen ihrer besten Freundin auf sich hat. Teilweise hat sie mich ein bisschen an Leslie aus Rubinrot erinnert, die dort ja auch versucht, mehr über Gwendolyns Zeitreisen zu recherchieren.
Auch Victorias Mutter ist toll ausgearbeitet. Sie ist mal keine Buchmutter, die die ganze Zeit nur nervt und alles schlecht findet, was ihre Tochter macht und immer das Gegenteil von dem will, was ihr Kind möchte. Viel eher scheinen die beiden sich vor allem auf einer eher freundschaftlichen Ebene zu befinden, was ich sehr schön fand.
Die anderen Familienmitglieder sind ebenfalls echt klasse. Vor allem die Großeltern. Ich meine, welche Oma geht schon zum Tattoo Studio um sich entweder einen Totenkopf mit einer Schlange darin oder aber David Garrett tätowieren zu lassen? Und welche Tante erfindet solch obskuren Dinge, dass sie vermutlich selber nicht genau weiß, was man damit anstellen kann?
Natürlich spielen auch Jungs eine Rolle. Und IHN (ich sage mit Absicht keinen Namen), fand ich ebenfalls eine sympathische Person, auch wenn er manchmal ein bisschen komisch war, was Jungs aber bekanntlich immer irgendwie sind…

Der Schreibstil von Dagmar Bach ist wirklich toll! Das Buch lässt sich leicht und schnell lesen, und da es nicht allzu lang ist, hatte ich es auch relativ schnell durch. Ich hätte auch nichts gegen ein paar Seiten mehr gehabt. Es ist jetzt kein Buch, was mich so richtig vom Hocker gehauen hat, wie manche Bücher das vielleicht tun – doch auch so hat die Geschichte wirklich Spaß gemacht und ich freue mich auf Band zwei.

Fazit:

Die Autorin hat hier wirklich ganz wunderbare Charaktere und eine ebenso wundervolle Geschichte geschaffen, die es sich auf jeden Fall zu lesen lohnt. Auch wenn es auf den ersten Moment so klingen mag, ist dieses Buch nicht nur für jüngere Leser und Fans der Edelsteintrilogie, sondern auch für alle anderen geeignet – auch für die, die vielleicht kein Fantasy mögen. Von mir gibt es hier ganz klare

von 5

Zimt & weg:
320 Seiten, 16,99€ (Hardcover), 14,99€ (E-Book), erschienen bei Fischer KJB

3 Sterne · Rezensionen

GIRL ONLINE ON TOUR – Zoe Sugg

ACHTUNG!
Bei Girl Online on Tour handelt es sich um die Fortsetzung von Girl Online. Wer den ersten Teil also noch nicht gelesen hat, sollte diese Rezension mit Vorsicht genießen (oder lieber gar nicht), da der ein oder andere Spoiler für den ersten Band vorkommen kann.

Girl Onlone on Tour

Ich hätte wissen müssen, dass es so kommen würde. Ich habe mich Hals über Kopf in dieses Abenteuer gestürzt und gedacht, es würde wie im Film passieren. Der Musiker wird berühmt, verliebt sich in ein Mädchen und sie leben glücklich bis in alle Ewigkeit. Aber das hier ist eben kein Hollywood-Drehbuch. Es ist das echte Leben, und – Eilmeldung! – manchmal ist das echte Leben Mist.

Die Geschichte:

Für Penny könnte es nicht besser laufen. Sie ist glücklich mit Noah, der gerade in seiner Karriere als Rockstar so richtig durchstartet. Und Penny darf quasi live dabei sein. Denn trotz vieler Bedenken hat sie es geschafft, ihre Eltern dazu zu überreden, dass sie Noah auf seine Europatour zu begleiten darf. Nun ist sie voller Vorfreude: Zwei Wochen wird sie mit ihrem Freund in den verschiedensten Ländern und Städten unterwegs sein. Von Berlin über Rom bis Paris ist alles dabei. Was könnte aufregender sein?

Doch schon das erste Konzert läuft nicht wie geplant. Penny verliert ihr Handy und erleidet eine ihrer Panikattacken, die sie schon länger verfolgen. Trotzdem will sie nicht auf die Reise verzichten. Und so geht es bereits am nächsten Morgen los – auf ins große Abenteuer!

Aber irgendwie hatte Penny sich das alles ein wenig anders vorgestellt. Noah hat kaum Zeit für sie und sie fühlt sich alleingelassen. Werden die zwei Wochen wirklich so gut werden, wie Penny sich erhofft hatte?


Meine Meinung:

Nachdem ich Ende letzten Jahres den ersten Band gelesen hatte, habe ich mir direkt den zweiten gekauft. Trotzdem bin ich erst jetzt dazu gekommen, ihn zu lesen. Die Geschichte hat mir leider nicht mehr ganz so gut gefallen wie letztes Mal, war aber trotzdem gut.

An sich ist die Geschichte ganz in Ordnung. Penny will einfach zwei schöne Wochen mit Noah haben, hat aber nicht damit gerechnet, dass das so schwierig werden würde. Allerdings fand ich, dass man sehr schnell gemerkt hat, dass hinter diesem dauerhaften „Keine-Zeit-haben“ von Noah mehr steckt. Was genau, bleibt allerdings lange unklar. Teilweise waren echt süße Szenen im Buch, aber die Liebesgeschichte wird halt wirklich erschüttert. Gleichzeitig erlebt man aber trotzdem eine weitestgehend schöne Reise durch verschiedene Städte mit Penny.

Kommen wir mal zu den Personen. Penny tat mir an vielen Stellen total leid, aber ich habe sie dafür bewundert, dass sie so ruhig bleibt und nicht schon viel früher ausrastet. Trotz ihrer Panikattacken ist sie sehr tapfer, lässt sich nicht unterkriegen und macht ihr eigenes Ding. Insgesamt war Penny auch diesmal für mich wieder eine sehr angenehme Protagonistin, in die ich mich gut hineinversetzen konnte.
Noah hingegen mochte ich nicht mehr so gerne wie im ersten Band. Er ist irgendwie nicht mehr der liebevolle Noah – im Gegenteil. Dauernd versetzt er Penny und hat nie Zeit. Boah hat der Typ mich aufgeregt. Da haben dann auch seine zwischenzeitlichen „Liebeserklärungen“ nicht mehr dran rütteln können.
Im Gegensatz dazu war mir Elliot viel sympathischer als im ersten Band. Er war nicht mehr so egoistisch und viel verständnisvoller.
Die übrigen Personen waren sehr unterschiedliche. Manche waren total nett und andere eher blöd. Mehr will ich dazu aber nicht sagen, sonst nehme ich zu viel vorweg.

Was mir noch aufgefallen ist, waren verhältnismäßig viele Fehler. Es waren teilweise kleine Sachen wie „mir“ statt „mit“, aber das ein oder andere Mal war auch ein Wort falsch. Vielleicht bin ich zu pingelig oder so, aber ich kann einfach nicht verstehen, wieso so ein Buch eines großen Verlags nicht gründlich Korrektur gelesen wird. Klar, solche Fehler kommen vor, aber einem aufmerksamen Leser würden sie sofort ins Auge springen.

Fazit:

Leider konnte mich die Story nicht so packen, wie ich nach dem ersten Band erhofft hatte. Trotzdem habe ich mit Penny mitgefühlt und das Buch hat mir gut gefallen, und wenn der dritte Band erscheint, werde ich auch diesen gerne lesen. Darum bekommt „Girl online on Tour“ von mir

½ von 5

Girl online on Tour:

416 Seiten, 14,99€ (Taschenbuch), 11,99€ (E-Book), erschienen bei cbj

5 Sterne · Rezensionen

Wieso ich die Edelsteintrilogie noch immer liebe

Edelsteine1Hallo meine Lieben,

wie einige von euch vielleicht schon auf Facebook oder Twitter mitbekommen haben, habe ich im Urlaub die Edelsteintrilogie nochmal gelesen. Nachdem ich nämlich in der Verfilmung von Smaragdgrün war (dazu kommt übrigens demnächst noch eine Review), hatte ich total Lust, die Bücher nochmal zu lesen. Und da ich sie vor vier Jahren das letzte Mal gelesen habe (zumindest Teil 2 und 3, den 1. hab ich irgendwann zwischendurch nochmal gelesen als ich mir die Filmausgabe davon gekauft habe), dachte ich, mach ich das doch jetzt im Urlaub. Passte auch ganz gut, denn genau da hab ich sie damals auch zum ersten Mal gelesen (nur zwei Ferienhäuser weiter :D). Weiterlesen Wieso ich die Edelsteintrilogie noch immer liebe

3 Sterne · Rezensionen

HERZFLATTERN MIT KARAMELL – Erin Gough

Herzflattern mit KaramellUnd da schießt mir ein beglückender Gedanke durch den Kopf: Wenn ich jetzt rausspaziere, kann Mrs Cronenberg nichts tun. Ich könnte einfach auf dem Absatz kehrtmachen und das Gebäude verlassen. Was spielt ein geschwänzter Schulnachmittag denn schon für eine Rolle?
– Herzflattern mit Karamell: S. 55

Die Geschichte:

Delilah steckt gerade mitten in einer der wichtigsten Phasen in der Schule, denn es geht immer weiter auf ihren Abschluss zu. Doch auf ihren eigenen Willen hin geht ihr Vater auf Weltreise und Del muss sich um das Flywheel, sein Café, kümmern. An sich wäre das kein Problem, doch dummerweise muss bereits nach kurzer Zeit ihr Geschäftsführer das Café verlassen und die neue Aushilfe taugt nichts, weswegen nun die komplette Arbeit an Del hängen bleibt. Da es quasi unmöglich ist, Café und Schule unter einen Hut zu bekommen, beschließt sie kurzerhand, die Schule sausen zu lassen, um sich voll und ganz auf das Geschäft sowie auf die schöne Tänzerin Rosa zu konzentrieren. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Charlie versucht sie, das Café trotz aller Probleme am Laufen zu halten und dabei Rosa nicht aus den Augen zu verlieren.

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich vom Fischer-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen – vielen Dank noch einmal dafür! Leider stehe ich diesem Roman ein bisschen zwiegespalten gegenüber. Warum genau, werde ich euch jetzt erklären.

Die Geschichte an sich fand ich eigentlich ganz ok, aber irgendwie hat sie meinem Empfinden nach lange Zeit keinen wirklichen roten Faden und es wird nicht so ganz klar, was genau denn nun das Hauptthema ist. Dem Titel und vor allem dem Klappentext würde ich entnehmen, dass es hauptsächlich um das Café geht, allerdings fand ich, dass bezüglich dessen einige Dinge sehr schnell abgespeist wurden.

Del war als Protagonistin ok, aber mich hat etwas gestört, dass sie sich (vor allem gegen Ende) immer wieder umentschieden hat und andauernd eine neue wichtige Entscheidung getroffen hat, um sie dann wieder zu verwerfen. Ihren meisten Freunden schien das nach einer kurzen Entschuldigung auch irgendwie gar nichts ausgemacht zu haben. Diese Situationen haben mich etwas verwirrt. Was ich ebenfalls nicht ganz verstanden habe, war das Verhältnis von Del zu ihren Eltern, denn dieses schien sich quasi minütlich zu ändern. Zuerst wird auf die Mutter geschimpft und es heißt, dass der Vater immer die Bezugsperson war, dann heißt es, ihr Vater habe sein Leben nicht mehr richtig im Griff, und sie wäre viel lieber bei ihrer Mutter. Gegen Ende sagt jemand, sie würde ihre Eltern total lieben, sie denkt aber nur, dass beide sie allein gelassen haben. Sorry, aber das ist wirklich sehr verworren, wer da jetzt wann wem lieber ist und auf wessen Seite sie steht.
Charlie, Dels bester Freund, war auch in Ordnung, er ist relativ aufgeweckt und bringt Pepp in die Geschichte.
Die anderen Freunde von Del waren alle sehr unterschiedlich, was ich gut fand, da das Ganze so etwas facettenreicher wird.

Eigentlich ist die Geschichte sehr themenreich, denn es geht nicht nur um Freundschaft und Erwachsenwerden, sondern auch um Liebe, Selbstfindung, Homosexualität, Mobbing und noch gaaanz viel anderes. Vielleicht war das das Problem, denn irgendwie kam ich mit der Story nicht so ganz klar. Wahrscheinlich waren es einfach zu viele Themen auf zu wenig Seiten. Mir kam es jedenfalls so vor. Wäre das Ganze nicht so gequetscht, wäre es vermutlich besser, denn ich hatte das Gefühl, dass so manches viel zu schnell abgehandelt wurde.

Fazit:

Ich muss sagen, ich habe gesehen, dass dieses Buch echt viele wirklich gute Bewertungen bekommen hat. Also glaube ich, dass es eher an mir liegt, dass mir das Ganze nicht so zugesagt hat. Nachdem ich mir ein paar Rezis durchgelesen habe, muss ich sagen, dass das Buch letztendlich doch noch ein bisschen besser weg kommt, als ich es ursprünglich geplant hatte, denn irgendwie konnten eben diese Rezensionen mich noch etwas davon überzeugen, dass ich vielleicht das ein oder andere übersehen habe. Darum gibt es von mir

von 5

Herzflattern mit Karamell oder Wie ich in zwei Wochen mein Leben ruinierte:
352 Seiten, 15,99€ (Gebundene Ausgabe), 13,99€ (E-Book), erschienen bei Fischer KJB